Eine Lachnummer

Murg-Auen: Jetzt wird gerodet/Pavillon kostet 1,1 Millionen Franken. TZ, 20./21. März Das Projekt Murg-Auen-Park hat schon für viele Diskussionen gesorgt und tut es noch immer. Dabei auch die sogenannte Sanierung des Mühlewiesenkanals.

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Murg-Auen: Jetzt wird gerodet/Pavillon kostet 1,1 Millionen Franken. TZ, 20./21. März

Das Projekt Murg-Auen-Park hat schon für viele Diskussionen gesorgt und tut es noch immer. Dabei auch die sogenannte Sanierung des Mühlewiesenkanals. Die dortigen Bauarbeiten waren für den interessierten Beobachter ja schon fast eine Lachnummer für sich. Die ersten zehn Pfähle, welche auf der rechten Kanalseite eingerammt werden sollten, wurden kurzum zu Zahnstocher verarbeitet. Dann ist auf der gegenüberliegenden Seite eine «wunderschöne» Betonmauer entstanden. Es fehlt auch nicht an ebenso schönen Betonschwellen. Auch an ein Häuschen für die Enten wurde gedacht. Leider nur bedingt schwimmfähig, da der Wohnraum wiederholt ab und zu untertaucht. Somit als Behausung schlichtweg unbrauchbar.

Die drei Militärbaracken werden abgerissen und durch einen sogenannten Pavillon ersetzt. Kosten gemäss Abstimmungsbotschaft: 840 000 Franken. Laut Zeitungsbericht kostet dieser aber plötzlich 1,1 Millionen Franken. Na ja, 30 Prozent mehr oder weniger ist doch egal! Zurzeit wird auf Teufel komm raus gerodet. Nachdem das eigentliche Bubenwäldli von störenden oder am falschen Ort stehenden Bäumen erlöst wird, kommt gleichzeitig das nördliche Ufer des Kanals in den zweifelhaften Genuss einer Säuberungsaktion. Hier stellt sich für uns als Hobby-Handwerker folgende Frage: Warum wird entlang des Kanals zuerst umständlich gebaut (zwischen Sträuchern und Bäumen) und danach gerodet? Kann uns bitte mal einer erklären, was das soll? Wir jedenfalls fragen uns tatsächlich: Sind sie jetzt total verrückt geworden?

René und Esther Weber, Frauenfeld

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