Eine halbe Million kräftiger

ESCHLIKON. Die Gemeinde Eschlikon informierte gestern über die bevorstehende Gemeindeversammlung vom 10. Dezember. Thematisiert werden dann die höhere Steuerkraft, die Umsetzung des Verkehrskonzeptes und das Glasfasernetz.

Ives Bruggmann
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Rollende Planung: Das Verkehrskonzept – hier die Situation am Bahnhof – ist das Hauptthema des Gemeinderates im nächsten Jahr. (Bild: Olaf Kühne)

Rollende Planung: Das Verkehrskonzept – hier die Situation am Bahnhof – ist das Hauptthema des Gemeinderates im nächsten Jahr. (Bild: Olaf Kühne)

Alexander Kredt verkündete gleich zu Beginn seiner Ansprache: «Die Gemeinde Eschlikon hat rund 500 000 Franken mehr Steuern eingenommen.» Der für die Finanzen zuständige Gemeinderat fügte ein entscheidendes Detail hinzu. In dieser halben Million sei keine aussergewöhnliche einmalige Zahlung dabei. Das bedeutet, dass die natürlichen Personen – also die Bewohner der Gemeinde – leicht mehr Steuern zahlten, was Kredt als positives Zeichen für die Zukunft wertete. Damit steige die Steuerkraft der Gemeinde um rund ein Prozent.

Zahlreiche Investitionen

Dennoch erleichtert dies die Aufgabe des Gemeinderates nur leicht, wie immer stehen auch im kommenden Jahr zahlreiche Investitionen an. Da wären beispielsweise die erste Tranche der Sanierung des Höhenwegs und das Projekt Bahnhof Süd. Der Gemeinderat wird an der Gemeindeversammlung die Beibehaltung des Steuerfusses von 50 Prozent vorschlagen.

Gemeindepräsident Hans Mäder will an der Gemeindeversammlung vor allem über drei Punkte informieren: das Fernwärmeprojekt, das Glasfasernetz und die Legislaturziele. Bei letzterem sorgte Mäder für eine Überraschung: «Wir haben in diesem Jahr keine Legislaturziele definiert.» Das stimmt natürlich nicht ganz. Er ergänzte: «Legislaturziele sind etwas Statisches.» Eine Gemeinde könne nicht im Vier-Jahres-Zyklus denken. «Wir haben deshalb eine rollende Planung aufgestellt.» Wichtig sei dem Gemeinderat gewesen, den zeitlichen Aspekt hinzuzufügen. Im nächsten Jahr wird demnach das Verkehrskonzept zum Hauptthema. «Das drängt, und das wollen wir abschliessend erstellen», sagt Mäder. Das Jahr 2017 soll im Zeichen des 20-Jahr-Jubiläums Eschlikons stehen.

Fernwärme auf Kurs

«Mit der Fernwärme sieht es gut aus», sagt Mäder. An verschiedenen Fronten sei die Gemeinde involviert in das Projekt. Unter anderem sei auch ein Darlehen an den Fernwärmeverbund angedacht. Weniger zufrieden ist Mäder mit der Thematik Glasfasernetz. «Die Verhandlungen laufen nicht wie gewünscht», gibt er zu. Das Problem sei, dass die Gemeinde das Glasfasernetz selber baute und nun die Betreiber wie Swisscom und weitere zu wenig für die Benutzung zahlen wollen. Ziel sei es, eine Lösung zu finden, die sowohl die Gemeinde als auch deren Bewohner zufriedenstellt.

Eine weitere Neuigkeit verkündete Gemeinderat Bernhard Braun: «Die Grünabfuhr wird eingeführt.» Sie soll jeweils mittwochs durchgeführt werden. Vorausgesetzt natürlich, dass die Bürger der Petition zustimmen.