Eine Frau auf Tells Spuren an der Weltmeisterschaft

Noch bis am Samstag trifft sich die Armbrust-Weltelite in Wil. Die OK-Präsidentin Vreny Liechti hat nach einer lediglich fünfmonatigen Vorbereitungsphase alles im Griff.

Urs Huwyler
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Treffsichere OK-Präsidentin: Seit 30 Jahren ist Vreni Liechti Schützin. (Bild: Urs Huwyler)

Treffsichere OK-Präsidentin: Seit 30 Jahren ist Vreni Liechti Schützin. (Bild: Urs Huwyler)

WIL. Viel schräger geht es kaum. Weil die deutschen Verwandten unseres Wilhelm Tell nicht in der Lage sind, eine Armbrust-Weltmeisterschaft zu organisieren, geben sie die Organisation kurzfristig an den Internationalen Verband zurück. Daraufhin springt die Schweiz ein – an der Spitze des OKs in Wil steht Vreny Liechti.

Drei Frauen für die Schweiz

Die Schweiz wird – fast schon symbolisch – im Teamwettbewerb der königlichen Open-Klasse erstmals von drei Frauen vertreten. Vreny Liechti sagt aber: «Meine eigenen Resultate spielen im Moment eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass an der WM alles klappt.» Sollte die WM tatsächlich ohne organisatorische Fehlschüsse über die vier Tage kommen, müsste ihr eine Goldmedaille überreicht werden. «Ich habe schon eine», sagt sie lachend. Der Medaillenfabrikant fertigte für sie einen zusätzlichen «Plämpel» an.

In nur fünf Monaten zur WM

«Wir wollen den Sportlern eine WM bieten, die ihren Namen verdient. Deshalb sind wir als Organisator eingestiegen. Es kann nicht sein, dass ihnen das Saisonziel einfach gestrichen wird», sagt Liechti. Normalerweise werden Weltmeisterschaften über Jahre hinweg vorbereitet. Liechti und ihr Team sollen es in fünf Monaten schaffen. «In einzelnen Bereichen mussten Abstriche gemacht werden – beispielsweise im Sponsoring oder den Aktivitäten rund um die WM. Es galt, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Unser Ziel war, zuerst den sportlichen Ablauf zu garantieren. Dies ist gelungen.»

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