Eine Ausnahmeerscheinung

Die preisgekrönte Musikerin Martina Eisenreich gastiert mit ihrem Quartett im Diessenhofer Rathaus.

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DIESSENHOFEN. Im barocken Rathaussaal in Diessenhofen einen Platz gefunden, die Nachbarn gegrüsst und sich auf dem Stuhl zurechtgerückt einen Moment Stille genossen; dann das gemeinsame Einatmen der Musiker, der erste Klang: leicht wie eine Schneeflocke, oder schwer wie eine Wolke, aber immer flüchtig. Das ist Musik. Sie kommt, lässt Bilder entstehen, löst Emotionen aus, formatiert Gefühle und Erinnerungen…

Schweizer Début

Jemand, der dieses Metier genial versteht, ist Martina Eisenreich. Das Konzert des Martina-Eisenreich-Quartetts am Sonntag, 18. Januar, um 17 Uhr im Rahmen der Rathaus-Konzerte Diessenhofen, trägt den Titel «Contes du Lune» und ist ein Schweizer Début. Mit Multiinstrumentalistin Eisenreich spielen Stephan Glaubitz (Kontrabass), Wolfgang Lohmeier (Schlagzeug und Perkussion) und Christoph Müller (Gitarren).

Eisenreich wurde als Fünfzehnjährige als Studentin der klassischen Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in München aufgenommen. In ihrer europaweiten Tätigkeit als Komponistin, Multiinstrumentalistin und Violinistin gilt die 1981 Geborene mittlerweile als Ausnahmeerscheinung. Inzwischen wurde sie auch als Dozentin an die Hochschule für Fernsehen und Film München berufen.

Beste Filmmusik

Vergangenes Jahr wurde Martina Eisenreich für ihren Soundtrack zum ZDF-Film «Be my Baby» mit dem Rolf-Hans-Müller-Preis ausgezeichnet, einer der wichtigsten und höchstdotierten deutschen Auszeichnungen für Filmmusik. (red.)