Ein Ziel vereint vier Herren

Seit Lorenz Liechti seine Kandidatur zurückgezogen hat, gehört in Münchwilen der Wahlkampf der Vergangenheit an. Die möglichen neuen Gemeinderäte präsentierten sich Seite an Seite an einer öffentlichen Veranstaltung.

Simon Dudle
Drucken

Münchwilen. Ursprünglich hatte die Interpartei von Münchwilen für Donnerstagabend eine Podiumsdiskussion geplant, an der die beiden Kandidaten für das Amt des Gemeindeammanns die Klingen kreuzen. Seit Lorenz Liechti im Dezember bekanntgegeben hat, dass er nun statt in Münchwilen in Nesslau-Krummenau kandidiert und Guido Grüter einziger Anwärter für das Amt des Münchwiler Gemeindeammanns ist, hat sich das Thema Wahlkampf erledigt, und am Donnerstag fand lediglich eine Präsentation der potenziellen neuen Gemeinderäte sowie des möglichen neuen Gemeindeammanns statt.

An der Veranstaltung kam es zu keinen hitzigen Diskussionen.

Jacober, der Langstreckenläufer

So blieb Zeit, Manfred Filliger, Robert Fuchs und Roger Jacober, die für die drei frei werdenden Sitze als Gemeinderat kandidieren, den zahlreichen Interessierten näherzubringen. Der jüngste der Antretenden ist Roger Jacober (FDP), der mit einem zürcherischen Akzent aufwartet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der 34-Jährige in Dübendorf aufgewachsen ist. Eher zufällig sei er vor sechs Jahren nach Münchwilen gekommen.

Jacober ist Buchhalter und gab – angesprochen auf das mögliche Wunschressort – an, sich am liebsten entweder um die Finanzen oder den Sport kümmern zu wollen. «Ich bin wirtschaftlich denkend und dafür, dass man offen miteinander redet», ergänzte Jacober, der den Langstreckenlauf zu seinen Hobbies zählt.

Fuchs, der Fensterbauer

Der 42jährige Robert Fuchs (SVP) ist im Hinterthurgau aufgewachsen und wird ab Februar in einer Fensterbaufirma in Eschlikon arbeiten.

Ihm liegt das Kulturangebot der Region am Herzen, und er möchte den Leuten zuhören. Ein Wunschressort hat er nicht. Sein mögliches Engagement im Gemeinderat sieht er als Herausforderung und als persönliche Weiterbildung.

Filliger, der Stellenvermittler

Manfred Filliger (GLP) ist 39 Jahre alt und in Münchwilen aufgewachsen. Nach seiner Ausbildung bei der Post arbeitete er mehrere Jahre für den gelben Riesen. Heute leitet er ein Stellenvermittlungsbüro beim Münchwiler Kreisel.

Eines seiner Markenzeichen ist ein kleines gelbes Buch, in das er sich Ideen notiert. «Eine vergessene Idee ist eine verlorene», sagte Filliger. Angesprochen auf die mögliche Wunschtätigkeit im Gemeinderat gab der nun in Oberhofen Wohnhafte an, dass er sich das Ressort Soziales vorstellen könne. Filliger interessiert sich für Solarenergie und bezeichnet sich selber als kompromissfähig.

Aktuelle Nachrichten