«Ein wichtiges Signal für Wängi»

WÄNGI. Die Wängemer De Martin AG investiert drei Millionen Franken in eine neue Produktionslinie. Seine 110 Arbeitsplätze will das Industrieunternehmen mindestens erhalten. In der lokalen Politik und Wirtschaft kommen diese Pläne sehr gut an.

Olaf Kühne
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Ein De-Martin-Mitarbeiter bearbeitet in Wängi ein frisch beschichtetes Werkteil. (Bilder: pd)

Ein De-Martin-Mitarbeiter bearbeitet in Wängi ein frisch beschichtetes Werkteil. (Bilder: pd)

Es war eine Meldung gegen den Trend: Letzte Woche gab die Wängemer De Martin AG bekannt, dass sie zwar in Deutschland eine Firma dazukauft, aber auch in ihrem Stammhaus drei Millionen Franken in eine neue Produktionslinie investieren wird (unsere Zeitung berichtete). Gleichzeitig bestätigte Geschäftsführer Thomas De Martin, dass sein Unternehmen den Mitarbeiterbestand – aktuell 110 – mindestens konstant halten oder gar ausbauen will.

Eine wertvolle Firma

In Zeiten von Frankenstärke und Entlassungen insbesondere in der Exportindustrie überrascht es wenig, dass diese Meldung im Dorf gut ankommt. «De Martin ist für Wängi eine wertvolle Firma», sagt Gemeindepräsident Thomas Goldinger denn auch spontan. Und dass der Spezialist für funktionelle Oberflächen, der unter anderem für die Autoindustrie produziert, in Wängi ausbaut, sei ein sehr gutes Zeichen für den Standort.

Zukunft nicht verbauen

Gleich tönt es auch von Gregor Werder. Der Geschäftsführer der gleichnamigen Schreinerei und Präsident des lokalen Gewerbe- und Industrievereins sagt: «Es ist ein wichtiges Signal für den Werkplatz Wängi.» Zumal es für ein international tätiges Unternehmen wie De Martin ein einfacher Schritt wäre, ins Ausland zu verlagern. «Das müssen wir der Firma hoch anrechnen.»

Gleichzeitig mahnt Werder, sich mit der aktuellen Debatte über die Raumplanung die Zukunft nicht zu verbauen. «De Martin hat noch eigene Landreserven», sagt er. «Wenn wir aber auch künftig noch Unternehmen ansiedeln wollen, muss die Politik unbedingt langfristig planen und ausreichend Reserven schaffen.»

Gregor Werder Präsident Gewerbe- und Industrieverein Wängi

Gregor Werder Präsident Gewerbe- und Industrieverein Wängi