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Ein vielseitiger Schöngeist

FRAUENFELD. Die Bürgergemeinde Frauenfeld ernannte Angelus Hux am Bechtelistag zu ihrem Ehrenmitglied. Sie würdigte damit das grosse Engagement des Lehrers und Lokalhistorikers für die Bürgergemeinde.
Stefan Hilzinger
Ehrenbürger Angelus Hux erhält von Bürgerpräsident Titus Moser Blumen und Urkunde; im Hintergrund Thomas Pallmann, der die Laudatio hielt. (Bild: Nana do Carmo)

Ehrenbürger Angelus Hux erhält von Bürgerpräsident Titus Moser Blumen und Urkunde; im Hintergrund Thomas Pallmann, der die Laudatio hielt. (Bild: Nana do Carmo)

Man glaubt es kaum: Angelus Hux wird in diesem Sommer 80. «Er wirkt wie ein Endsechziger», sagt der frühere Frauenfelder Stadtschreiber und ehemalige Präsident der Bürgergemeinde Thomas Pallmann über Angelus Hux.

Die Bürgergemeinde Frauenfeld hat Hux gestern zu ihrem Ehrenmitglied ernannt. Die Ehrung fand anlässlich der traditionellen Bechtelisversammlung der Bürgergemeinde vormittags im Frauenfelder Rathaus statt.

Unschätzbare Arbeit

Hux erhielt das Ehrenbürgerrecht für seine langjährigen und besonderen Dienste für die Frauenfelder Bürgergemeinde. Seit 22 Jahren ist Hux Archivar der Bürgergemeinde, von 1991 bis 2007 war er Bürgerschreiber und ausserdem von 1995 bis 2007 auch Vizepräsident der Bürgergemeinde. «Hux' Arbeit für unser Archiv ist unschätzbar», sagt Bürgerpräsident Titus Moser.

Seit dem Umbau des Rathauses befinden sich die Archivbestände der Bürgergemeinde im Keller der Alterssiedlung Stadtgarten. «Seit Angelus Hux sich mit den Akten beschäftigt, lebt das Archiv», sagt Moser. Hux sammle, ordne und forsche. Er habe die Bestände gemehrt und gepflegt und für die Forschung und ein interessiertes Publikum öffentlich gemacht.

Ästhetische Perfektion

Der 1933 geborene Angelus Hux war viele Jahre Lehrer an der Sekundarschule Reutenen. Er ist auch Organist mit Konzertdiplom und als solcher nebst der Geschichte auch der Musik sehr zugetan. «Er ist ein Schöngeist im guten Sinne», sagt Thomas Pallmann. Hux lege viel Wert auf Ästhetik und professionelle Perfektion. Doch wisse er auch das Gesellige und Gemütliche sehr zu schätzen, sagt Bürgerpräsident Moser. «Er ist ein regelmässiger Gast an unserem Stamm in der Bürgerstube», berichtet Moser.

Jeden Freitag treffen sich dort aktive und ehemalige Mitglieder der Frauenfelder Bürgerverwaltung zu Tranksame und Gesprächen. «Wenn andere schon heimgehen wollen, sagt Hux nicht selten <Kommt, einen nehmen wir noch>.»

Regelmässig publiziert

Seine Erkenntnisse als Archivar und Stadthistoriker behält Hux nicht für sich. Seit seiner Pensionierung 1998 hat Hux fast jährlich ein kleineres oder grösseres Werk zur Lokalgeschichte veröffentlicht. Rund ein Dutzend Publikationen sind zusammengekommen, darunter die Geschichtsschreibungen der Frauenfelder Konstablergesellschaft, der Sekundarschule Frauenfeld und der katholischen Kirchgemeinde Frauenfeld. «Es sind ausgewählte Kapitel innerhalb der reichen Stadtgeschichte», sagt Thomas Pallmann.

Stammtischlatein

Sein bisher letztes Werk widmete Hux besagtem Stammtisch in der «Bürgerstube». In «Stammtischlatein – Anekdoten und Begebenheiten aus Frauenfeld» zeichnet Hux für einmal nicht grosse historische Linien und Zusammenhänge auf. Er wirft in dem Büchlein einen persönlichen und humorvollen Blick auf zeitgeschichtliche Episoden, die sich in Frauenfeld zugetragen haben oder zumindest zugetragen haben könnten.

Thomas Pallmann zweifelt in seiner Laudatio für Ehrenbürger Hux nicht daran, dass der Archivar seine Leserschaft schon bald wieder mit einer «neuen literarischen Perle» überraschen werde.

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