Ein Verein für den Oberthurgau

Ab 2018 müssen sich die Zivilschutzregionen Amriswil, Arbon und Romanshorn zusammengeschlossen haben. Der Amriswiler Vize-Stadtpräsident hat die Federführung übernommen.

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Das kantonale Departement für Justiz und Sicherheit hat beschlossen, dass in Zukunft nur noch eine Zivilschutzregion pro Bezirk existieren soll. Die Gemeinden sind deshalb angehalten, sich neu zu organisieren. Die neue Organisation muss auf den 1. Januar 2018 umgesetzt werden beziehungsweise einsatzbereit sein.

Material und Fahrzeuge werden übertragen

Die Stadt Amriswil arbeitet im Bereich des Zivilschutzes schon lange mit anderen Gemeinden zusammen. Seit vielen Jahren bilden Amriswil, Hefenhofen und Sommeri zusammen eine Zivilschutzregion. Seit drei Jahren erledigt die Stadtverwaltung Amriswil in der Person von Andreas Fässler auch die Administration für die Zivilschutzregion Romanshorn.

Im Hinblick auf die geforderte Umsetzung einer Bezirkslösung erklärte sich der Amriswiler Vize-Stadtpräsident André Schlatter bereit, die Federführung zu übernehmen und Statuten für die geplante Zivilschutzregion Oberthurgau auszuarbeiten. Alle zwölf Gemeindebehörden des Bezirks Arbon haben sich in den vergangenen Monaten grundsätzlich positiv zur vorgeschlagenen Bildung eines Vereins (Mitgliederbeiträge proportional zur jeweiligen Einwohnerzahl) geäussert. Die formelle Zustimmung der Statuten sollte bei den betroffenen Gemeinden bis Ende Jahr erfolgen.

«Mit der Gründung des Vereins gehen das zur Verfügung stehende Einsatzmaterial und alle Zivilschutzfahrzeuge unentgeltlich auf den neuen Verein über», erklärt Schlatter. Nicht an den Verein übertragen werden hingegen die im Gemeinde-Eigentum stehenden Bauten. Für ihren Unterhalt sind nach wie vor die einzelnen Gemeinden zuständig. In Amriswil gehört dies zu den Aufgaben von Materialwart Ernst Schneider.

Geschäftsstelle und Materiallager offen

Wer im neuen Verein im Vorstand sein wird, wer für die Führung der Geschäftsstelle (geplanter Beginn der operativen Tätigkeit: 1. 1. 2018) zuständig ist und wo das Material in Zukunft eingelagert wird, ist nicht in den Statuten geregelt. «Als nächsten Schritt gilt es den Verein zu gründen», sagt André Schlatter. «Im Rahmen der Gründung werden auch die Organe und die Geschäftsstelle bestimmt.» Die Vorbereitungsarbeiten werden aktuell von einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen drei Zivilschutzregionen erledigt. (red.)