Ein Turnerfest für alle

FRAUENFELD. Am Samstag ist das kantonale Turnfest in Frauenfeld mit der feierlichen Fahnenübergabe eröffnet worden. Abseits der Sportstätten lockten zahlreiche Attraktionen das Publikum an.

Severin Schwendener
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Softeismaschine im Dauereinsatz. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Softeismaschine im Dauereinsatz. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Punkt 15.15 Uhr hallte der rhythmische Klang der Treicheln durch die Frauenfelder Altstadt, als die Fahne des Thurgauer Turnvereins durch die Strassen zur Terrasse des Staatsarchivs getragen wurde. Empfangen wurde die Fahne von OK-Präsident Hugo Menzi, Kantonalpräsident Andreas Brühwiler und Stadtammann Carlo Parolari sowie zahlreichen Ehrengästen.

Peter Jünger, OK-Präsident des Kantonalturnfests in Weinfelden 2006, übergab danach die Fahne offiziell an den Frauenfelder Turnverein, nachdem die Weinfelder diese während sechs Jahren und zahlreicher Anlässe gehegt und präsentiert hatten. Als grosszügiges Geschenk übergab Jünger zudem einen Scheck in der Höhe von 1000 Franken, den die Frauenfelder entweder für die Jugendförderung oder aber die neue Turnfabrik einsetzen können.

OK-Präsident Hugo Menzi freute sich besonders, dass sich nun für ein knappes Jahr sowohl die eidgenössische als auch die kantonale Fahne in Frauenfeld befinde. Als neuer Fähnrich werde Felix Peter um das Wohlergehen der Fahne besorgt sein.

Ideales Standortmarketing

Es folgten Fahnenmarsch und Fahnengruss, bevor nach den Klängen des Thurgauerliedes Stadtammann Carlo Parolari ein Grusswort an die versammelten Gäste und die Turnerschar richtete.

Parolari betonte den Wert solcher Grossanlässe für die Stadt. «Manch einer fragt mich, was die zahlreichen Grossanlässe bringen: zuerst das Eidgenössische, nun das Kantonale.» Es gebe darauf eine klare Antwort. Einerseits seien diese Feste spannend und ein ideales Standortmarketing für Frauenfeld. «Vor allem aber sind sie wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft», betonte Parolari.

Turnen und tanzen

Nach einem vom Kanton Thurgau ausgerichteten Apéro zog die Festgemeinde mit Fahnen und Treicheln zur kleinen Allmend. Dort fand am späten Nachmittag in der Eishalle die offizielle Feier des Stadtturnvereins statt, der sein 150jähriges Bestehen mit einem Bankett feierte.

Untermalt von der Cobana Big Band und moderiert von Thomas Götz kamen die geladenen Gäste zudem in den Genuss turnerischer Einlagen von Kindern und Jugendlichen, bevor sie selbst das Tanzbein schwingen konnten.

Für alle anderen Gäste hielt die Allmend neben den sportlichen Wettkämpfen zahlreiche Verpflegungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten bereit. Das OK hatte einen Erlebnispark sowie eine Partymeile aufgebaut, wo man neue Erfahrungen sammeln, persönliche Grenzen ausloten oder aber es sich einfach gutgehen lassen konnte.

Die Jugendorganisation des SAC Thurgau hatte beispielsweise eine Kletterwand aufgerichtet, an der man unter professioneller Anleitung neue Höhen erklimmen konnte. Der zwölfjährige Pascal Jäger aus Kefikon kraxelte im Nu die Wand hinauf. «Ein bisschen ein mulmiges Gefühl hatte ich schon», erzählte er, nachdem er wieder sicheren Boden unter den Füssen hatte.

Was es bedeutet, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein, konnten Kinder und Jugendliche im Rollstuhlparcours erfahren, und Geschicklichkeit konnte man unter Beweis stellen, indem man mit einer Motorsäge Figuren aus einem Holzstück schnitt, und für alle jene, die lieber mit Kraft statt mit Feingefühl punkten, gab es schwere Steinquader zum Hochheben.

Festmeile bleibt bestehen

Ein kostenloser Shuttlebus verband die einzelnen Sportstätten und das Festgelände mit dem Bahnhof, allerdings hielt sich der Publikumsandrang an diesem ersten Festwochenende in Grenzen.

Die Festmeile inklusive Schaumbad sowie der Erlebnispark bleibt während des ganzen Turnfests bestehen. Für Interessierte bleibt deshalb noch genug Zeit, selbst einen Blick auf die Kleine Allmend zu werfen.

Die «Krumme» im Mundwinkel darf nicht fehlen: Treichler begleiten die Fahne des Thurgauer Turnvereins durch die Frauenfelder Altstadt. (Bilder: Donato Caspari)

Die «Krumme» im Mundwinkel darf nicht fehlen: Treichler begleiten die Fahne des Thurgauer Turnvereins durch die Frauenfelder Altstadt. (Bilder: Donato Caspari)

Zweimal mit Schaum: Badevergnügen mitten auf der Festmeile. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Zweimal mit Schaum: Badevergnügen mitten auf der Festmeile. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Ehrenamt: Stelldichein der Fahnenträger. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Ehrenamt: Stelldichein der Fahnenträger. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Hoch hinauf will der zwölfjährige Pascal Jäger aus Kefikon. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Hoch hinauf will der zwölfjährige Pascal Jäger aus Kefikon. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

«Mukis» braucht, wer den Steinquader hochheben will. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

«Mukis» braucht, wer den Steinquader hochheben will. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

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