Ein Treffpunkt, um zu diskutieren

FRAUENFELD. Verkehr, Soziales, Steuern – darüber will Stadtammannkandidat Anders Stokholm (FDP) mit Frauenfeldern sprechen. Dazu hat er eigens einen Treffpunkt eröffnet. Denn im Gegensatz zu den anderen Kandidaten wohnt er nicht in Frauenfeld.

Markus Zahnd
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Mitten in der Altstadt hat Anders Stokholm einen Treffpunkt eröffnet. Mit Wahlkampfleiterin Kristina Vietze und FDP-Präsident Daniel Sidler informierte er gestern darüber. (Bild: Reto Martin)

Mitten in der Altstadt hat Anders Stokholm einen Treffpunkt eröffnet. Mit Wahlkampfleiterin Kristina Vietze und FDP-Präsident Daniel Sidler informierte er gestern darüber. (Bild: Reto Martin)

62 Tage hat Anders Stokholm noch Zeit. Denn in 62 Tagen wählen die Frauenfelder den Nachfolger von Stadtammann Carlo Parolari. Und Stokholm, der Kandidat der FDP, wohnt im Gegensatz zu den bis jetzt bekannten anderen Kandidaten Andreas Wirth (SVP) und Roland A. Huber (BDP) nicht in Frauenfeld. Daher ist es für ihn umso wichtiger, mit den Einwohnern in Kontakt zu kommen und sich bekanntzumachen.

Gestern nun hat der ehemalige Eschenzer Gemeindeammann seinen Wahlkampf offiziell eröffnet. Gleichzeitig hat das Wahlkomitee den «Treffpunkt Stokholm», ein Lokal an der Freien Strasse 19, in Betrieb genommen. «Die Bevölkerung soll die Möglichkeit haben, Anders Stokholm kennenzulernen und mit ihm ins Gespräch zu kommen und über verschiedene Anliegen zu diskutieren», erklärt Wahlkampfleiterin Kristina Vietze die Idee des Treffpunkts.

Aussensicht als Vorteil

Stokholm wird bis zur Wahl am 8. März an bis zu drei Abenden pro Woche sowie an den Samstagen anwesend sein. Ausserdem sind Feierabendapéros geplant. «Dort will ich über jene Themen diskutieren, die Frauenfeld bewegen», sagt Stokholm. Zuoberst stehen für ihn der Verkehr, das Sozialwesen und die Steuern. An den Apéros wird Stokholm drei Thesen aufstellen, danach folgt eine Diskussion.

Beim Verkehr geht es für den FDP-Kandidaten darum, mit allen Beteiligten eine Vision zu entwickeln und diese dann umzusetzen. Sicher sei, dass es verschiedene Massnahmen brauche. Dass er von ausserhalb komme, sei bei der Umsetzung von Konzepten vielleicht sogar ein Vorteil, sagt Stokholm. «Ich kann mich einigen Themen unbefangener widmen.» Im Sozialwesen setzt er auf «Hilfe zur Selbsthilfe», und betreffend Finanzen gehe es darum, die begrenzten öffentlichen Mittel bei wachsenden Ausgaben effizient einzusetzen.

Kein Stadtratskandidat

Zum Auftakt des Wahlkampfes betont FDP-Präsident Daniel Sidler erneut, dass die Freisinnigen weiter im Stadtrat vertreten sein müssten. «Die FDP ist seit jeher im Stadtrat und hat Frauenfeld 37 Jahre erfolgreich geführt.» Sollte Stokholm die Wahl nicht gelingen, wäre die FDP nicht mehr in der Exekutive vertreten, was laut Sidler die Stabilität gefährdet. Denn die Partei stellt keinen weiteren Kandidaten für Stadtratswahlen. Auch diese finden in 62 Tagen statt.

Die Öffnungszeiten sowie die Themen und Termine der Feierabendapéros des «Treffpunkts Stokholm» an der Freien Strasse 19 sind auf www.anders-stokholm.ch zu sehen.