Ein Treffen mit der SBB-Spitze

Verkehr Auch im Kanton St. Gallen hat sich der Widerstand gegen den Rückzug der SBB von den lokalen Drittverkaufsstellen formiert. Die privaten Verkaufsstellen ermöglichen heute einen bedienten Verkauf an Bahnhöfen, wo sich die SBB bereits früher aus dem Eigenverkauf zurückgezogen haben.

Merken
Drucken
Teilen

Verkehr Auch im Kanton St. Gallen hat sich der Widerstand gegen den Rückzug der SBB von den lokalen Drittverkaufsstellen formiert. Die privaten Verkaufsstellen ermöglichen heute einen bedienten Verkauf an Bahnhöfen, wo sich die SBB bereits früher aus dem Eigenverkauf zurückgezogen haben. Am Montag kommt eine fraktionsübergreifende Interpellation im St. Galler Kantonsrat zur Sprache. Am Abend dann wird der St. Galler Regierungsrat Bruno Damann bei der SBB-Spitze vorstellig. Die Kantone St. Gallen und Thurgau sind von den Kündigungen der SBB überdurchschnittlich betroffen, 20 von 52 Vertriebspartnern finden sich hier.

Zusammen mit Parteien und betroffenen Gemeinden sammelt der VCS seit zwei Monaten Unterschriften gegen «diesen Kahlschlag», wie ihn der St. Galler SP-Kantonsrat Ruedi Blumer bezeichnet. Am Mittwoch sind bei den SBB als Halbzeitbilanz 22 000 Unterschriften deponiert worden – davon fast die Hälfte aus der Ostschweiz. Damann zeigt Verständnis für das Anliegen. Es sei gut, wenn die Interpellation am Montag im Kantonsrat zur Sprache komme: «So kann ich die Stimmung zum Treffen mit der SBB-Spitze am Abend mitnehmen.» Dieser Termin in Zürich sei schon lange vereinbart worden. «Ich treffe CEO Andreas Meyer, Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar und den Regionalkoordinator Ost, Werner Schurter.» Die Botschaft sei klar: «Wir sind nicht immer glücklich mit den Entscheiden aus Bern.» Dazu gehöre auch die Schliessung der Drittverkaufsstellen. (cz)