Ein Treffen abseits der Bürotische

Die Pressefahrt der Stadt- und Gemeinderäte auf der Hörifähre unterstreicht die gute Zusammenarbeit der Gemeinden am Untersee. In geselliger Runde erörtern 65 Teilnehmer Themen zu Tourismus und Gemeindearbeit.

Hans-Joachim Eckert
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Gemeinderäte und Vertreter der Organisationen auf der Hörifähre. (Bilder: Hans-Joachim Eckert)

Gemeinderäte und Vertreter der Organisationen auf der Hörifähre. (Bilder: Hans-Joachim Eckert)

STECKBORN. Wenn man sich zur Pressefahrt trifft, hiesse dies, der Sommer habe begonnen, so Roger Forrer, Stadtammann von Steckborn. Der jährliche Anlass ist Auftakt des Fährbetriebs der Hörifähre zwischen den Unterseegemeinden.

Es ist eine freundschaftliche Begegnung der Stadt- und Gemeinderäte sowie Vertretern der Tourismusorganisationen vom Untersee. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Tourismus funktioniere hervorragend, meint Uwe Eisch, Bürgermeister von Gaienhofen.

Dieses Jahr startet die Fahrt in Steckborn. Die Hörifähre legt ab in Richtung Berlingen. Das neu renovierte Otto-Dix-Haus ist das Ziel dieser Fahrt. Hemmenhofen, Dix' Wahlheimat seit den 1930er- Jahren, profitiert von diesem touristischen Juwel. Doch ein Juwel hat auch seinen Preis. Insgesamt zwei Millionen Euro investierte die Otto-Dix-Haus Stiftung e. V. für Kauf und Renovation.

Steckborn richtet nach der Fahrt das diesjährige gemeinsame Abendessen aus. Der Verband Schweiz Tourismus hat eine Broschüre <<Die 45 besten Tips für Urlaub in der Schweiz>> veröffentlicht. Darin sei keine einzige Gemeinde der Ostschweiz aufgeführt, sagt Forrer. In dieser Broschüre höre die Schweiz kurz nach Luzern auf. «Es gibt grossen Nachholbedarf. Jammern bringt nicht viel», meint Forrer. Für die Ostschweiz bedeute dies, daraus lernen und künftig besser machen.