Ein Spital voller Freunde

FRAUENFELD. Rund 50 Interessierte besichtigten am Samstag die Baustelle der Tiefgarage des Kantonsspitals Frauenfeld. Um über den Betrieb zu informieren, hat die Spitaldirektion die Organisation «Freunde des KSF» gegründet.

Selina Giger
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Freunde des Kantonsspitals Frauenfeld besichtigen am Samstag die Baustelle der Tiefgarage. (Bild: Donato Caspari)

Freunde des Kantonsspitals Frauenfeld besichtigen am Samstag die Baustelle der Tiefgarage. (Bild: Donato Caspari)

Ein Lastwagen kurvt durch die Baustelle, Handwerker hämmern und die zwei Kräne sind in Bewegung – so ist das Treiben an einem normalen Arbeitstag auf der Südseite des Kantonsspitals Frauenfeld (KSF). Nicht so aber am vergangenen Samstag: Da war's still auf der Baustelle. Nur die Stimmen von der Bauleitung waren zu hören. Rund 50 Freunde des Kantonsspitals Frauenfeld liessen sich durch den Rohbau der Tiefgarage führen.

Lose Gemeinschaft

Stadtammann Carlo Parolari ist auf einem Plakat im Eingangsbereich des Frauenfelder Spitals zu sehen. Er ist ein Freund des KSF – wie rund 200 andere Leute. «Es ist eine lose Interessengemeinschaft», sagt der 47jährige Spitaldirektor Norbert Vetterli. Sie sei nicht politisch orientiert. «Es geht darum, sich für das Spital zu interessieren und es solidarisch wie auch ideell zu unterstützen.»

Bedeutung in Erinnerung rufen

Das Frauenfelder Spital sei in den vergangenen Jahren für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit geworden. Mit der Organisation Freunde des KSF will die Spitaldirektion ein Bewusstsein wecken: «Gut gibt's das Kantonsspital.» Ganz ihm Sinne von: Tue Gutes und sprich darüber, erklärt Vetterli.

Seit Anfang dieses Jahres existieren «die Freunde des KSF». Die Organisation sei unter anderem wegen dem Projekt Horizont gegründet worden – den Ersatzbau für den bestehenden Bettenturm. Das Bauvolumen beträgt rund 280 Millionen Franken und ist für die Spital Thurgau AG ein entsprechend grosses Vorhaben. «Es ist gut, in anstrengenden Zeiten Freunde zu haben, die das Spital dabei unterstützen», sagt Vetterli.

Exklusive Führung

Freund des Spitals kann jeder werden. «Man kann sich kostenlos auf der Homepage anmelden», sagt Claudia Benz, die 39jährige Assistentin der Pflegedirektion. In regelmässigen Abständen erscheint ein elektronischer Newsletter mit Informationen zum Spital. Veranstaltungen sind auch ein Teil der Mitgliedschaft – zum Beispiel Besichtigungen wie die Baustellenbegehung der Tiefgarage am vergangenen Samstag. «Das ist ein Exklusivrecht der Mitglieder», sagt Vetterli. Viele Private oder Firmen wollen den Betrieb besichtigen – den meisten müsse man aber aus betrieblichen Gründen absagen. «Das Spital ist einer der grössten Arbeitgeber des Kantons Thurgau», meint Vetterli. Es sei auch ein Ausbilder. Immer weniger Firmen würden Fachkräfte ausbilden, denn Ausbildung koste. «Wenn niemand ausbildet, haben wir zu wenige Fachkräfte», sagt Vetterli. Deshalb stelle sich das Spital dieser Verantwortung – in rund 35 verschiedenen Berufen erhalten Leute eine Ausbildung.

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