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Ein Schiff, edel wie ein Schloss

Exakt vor 150 Jahren nahm die Dampfbootgesellschaft Untersee und Rhein mit der «Arenaberg» ihren Betrieb auf. Der perfekte Tag für eine zweite Jungfernfahrt der «Arenenberg».
Gudrun Enders
Die Mannschaft nennt die Figur an den Säulen «Ueli». (Bild: Nana do Carmo / TZ)

Die Mannschaft nennt die Figur an den Säulen «Ueli». (Bild: Nana do Carmo / TZ)

STEIN AM RHEIN. Man schrieb den 15. April 1865. An diesem Tag startete die Dampfbootgesellschaft Untersee und Rhein ihren Betrieb mit dem Dampfboot Arenaberg. 150 Jahre später feiert die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) – wie die einstige Dampfbootgesellschaft heute heisst – dieses Datum mit einer ganz besonderen Fahrt.

Das Motorschiff Arenenberg wurde in Winter total renoviert. Bis auf die Motoren und die Schiffshülle ist praktisch alles neu. Gestern startete die «Arenenberg» mit geladenen Gästen zu ihrer ersten offiziellen Fahrt nach der Rundumerneuerung. Es handelte sich um die zweite Jungfernfahrt.

Mannschaft macht super Job

«Das ist ein Freudentag», sagte URh-Verwaltungsratspräsident Reto Dubach. Der Schaffhauser Regierungsrat gratulierte vor allem der Mannschaft zur Generalüberholung, die sowohl zeitlich als auch finanziell im Rahmen blieb: «Ihr habt einen super Job gemacht.»

Der neue URh-Geschäftsführer Remo Rey interviewte Innenarchitekt Kurt Steiner. Der schaute sich auf Schloss Arenenberg sehr gut um, bevor er den neuen Ausbau plante. «Das Schiff soll so edel wie ein Schloss sein.» Das neue Holzdeck, Spiegel, marmorierte Säulen mit Figuren sind als Hommage ans Napoleonschloss zu verstehen. Werftleiter Herbert Rispy gab Einblicke, wie die Mannschaft diese Ideen umsetzte. Die Figur an den Säulen etwa tauften sie gleich auf Ueli. «Den Mannsgockel haben wir gekauft, die Halterung selbst gebaut.»

Projektleiter Martin Böller sprach über die Anspannung, den Zeitplan und den Kostenrahmen von 1,1 Millionen Franken einzuhalten. Die «Arenenberg» bezeichnete er als schwieriges Schiff, das stark an die neuen Verordnungen angepasst werden musste. So brauchte es einen zweiten, kompletten neuen Aufgang vom Salon aufs Deck.

Kalligraphien für Vorhänge

Auf der «Arenenberg» sind sogar die neuen Vorhänge etwas Besonderes. Dafür schuf Künstlerin Anita Gianinazzi aus dem Tessin extra zwei Kalligraphien. Auch Gianinazzi war zur Jungfernfahrt an den Untersee gereist. Ihre ästhetisch und kunstvoll geschriebenen Texte rollen sich zu einem Kreis zusammen, der an ein Bullauge erinnert. «Wenn die Gäste im Salon sitzen, hängt das Muster auf Augenhöhe.» Für die zwei Texte hat sie Auszüge aus Briefen genommen, in denen Hortense Schloss Arenenberg und ihr Leben dort beschreibt. Die Textpassagen hat ihr Christina Egli, Kuratorin im Napoleonmuseum, herausgesucht. Die beiden Kunstwerke wurden schliesslich im Textildruck auf den Vorhängen verewigt. Die Kunstwerke dienen auch als Vorlagen etwa für Postkarten, die im Shop auf dem Arenenberg verkauft werden.

Der Salon der «Arenenberg» erhielt im Mittelteil eine strukturierte Leuchtdecke. (Bilder: Nana do Carmo)

Der Salon der «Arenenberg» erhielt im Mittelteil eine strukturierte Leuchtdecke. (Bilder: Nana do Carmo)

Kalligraphie auf den Vorhängen erinnert an ein Bullauge. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

Kalligraphie auf den Vorhängen erinnert an ein Bullauge. (Bild: Nana do Carmo / TZ)

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