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Ein Scherz weist den Weg

Thursicht
Thomas Wunderlin

Die CDU von Harheim hat den Anschluss des Frankfurter Stadtteils an den Kanton Thurgau bekannt gegeben. Auch wenn es sich um einen Erst-April-Scherz handelte, sollte die Idee ernst genommen werden. Der Thurgau hat im Lauf seiner Geschichte immer wieder Territorien verloren. Es ist an der Zeit, dass wieder mal etwas dazu kommt.

Der am nächsten liegende deutsche Anschlusskandidat ist natürlich Konstanz. Schon im Mittelalter wäre die Stadt gern der Eidgenossenschaft beigetreten. Wenn es jetzt dazu käme, wäre auf einen Schlag das Problem des Einkaufstourismus gelöst. Die Bewohner der Restschweiz würden sich nicht mehr in Scharen ins Lago-Einkaufszentrum bemühen. Die Staus an den Kassen würden sich auflösen. Das Kassenpersonal müsste nicht mehr ständig Ausfuhrscheine ausstellen. Die Polizei würde den Versuch aufgeben, alle CH-Autos mit Parkbussen zuzudecken.

Der Thurgau bekäme endlich ein Zentrum. Er würde das neue Historische Museum in seiner neuen Hauptstadt bauen. Das Gezerre zwischen dem Oberthurgau und Frauenfeld wäre salomonisch entschieden. Auch das kantonale Kunstmuseum würde in Konstanz platziert. Der Grosse Rat bekäme im Konzil einen festen Tagungsort und könnte sich endlich eine elektronische Abstimmungsanlage leisten. Kreuzlingen würde in Konstanz eingemeindet, wie Harheim einst in Frankfurt, und käme so problemlos zu einem neuen Stadtpräsidenten.

Thomas Wunderlin

thomas.wunderlin@thurgauerzeitung.ch

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