Ein «rufschädigendes Angebot»

Drucken
Teilen

Überrascht Jakob Rhyner als Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) ist bis gestern Dienstag nicht persönlich von Mélanie Eppenberger, der VR-Präsidentin der Toggenburg Bergbahnen (TBB), über das Aktienkaufangebot informiert worden. Nach dessen Veröffentlichung am Samstag sei das aber auch nicht mehr nötig, findet er. Die fehlende Voraus­information findet er ebenso befremdend wie das «feindliche» und «mehr oder weniger rufschädigende» Angebot an sich, das er bereits in der «Ostschweiz am Sonntag» vom 4. Juni verurteilte. Er ist, auch angesichts des enorm schlechten Angebotes von 25 Franken pro BBW-Aktie – nur 12,5 Prozent des Steuerwertes statt seriöserweise eher über dem Steuerwert –, überzeugt, dass die «Wildhauser» Aktionäre nicht verkaufen.

Ist für die BBW nach diesem Übernahmeversuch die weitere Kooperation mit der TBB überhaupt noch denkbar? «Im Interesse der Gäste und der ganzen Region Obertoggenburg müssen und wollen wir das unsererseits weiterhin tun», stellte Rhyner gestern klar. «Wir können ja nun nicht einfach den Kopf in den Schnee stecken», sagt er. Für ihn schliessen sich die unterschiedlichen Strategien der beiden Bergbahnunternehmen nicht aus, sondern würden sich ergänzen. Wildhaus fokussiere auf Familien und Unterwasser eher auf «Mehrbessere», sagt Jakob Rhyner. (ts)