Ein riesengrosses Spielhaus

Der neue Matzinger Kindergarten Mühli macht nicht nur den aktuellen Kindergärtlern Spass. Dies zeigte sich deutlich an der Einweihung vom Samstagvormittag. Denn der neue «Chindsgi» gleicht tatsächlich einem Spielhaus.

Christof Lampart
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Schulleiter Michael Bachmann durchschneidet das Band und eröffnet somit offiziell den Kindergarten Mühli in Matzingen. (Bild: Christof Lampart)

Schulleiter Michael Bachmann durchschneidet das Band und eröffnet somit offiziell den Kindergarten Mühli in Matzingen. (Bild: Christof Lampart)

MATZINGEN. Bezeichnend für die vorherrschende positiv neugierige Stimmung war eine Szene, die sich nach dem offiziellen Teil abspielte. Rund hundert Interessierte hatten sich zum Festakt in der Primarschule eingefunden. Danach schickten sie sich an, den neuen Kindergarten zu betreten. Auf einmal sagte ein rund 50jähriger Mann zu einem wohl gleichaltrigen Kollegen spontan die Worte, welche in den 1970er-Jahren ganze Generationen von Kindern in ihren Bann zogen, nämlich die Erkennungsworte der Kult-TV-Kindersendung «Spielhaus»: «Chumm ine, es ghört Diine, es heisst Spiilhuus».

Ganz viel Platz

Und genauso dürften sich viele am Samstagvormittag im neuen Kindergarten Mühli gefühlt haben. Ein grosszügiges Foyer, helle Farben, hohe Räumlichkeiten und ganz, ganz viel Platz, um spielend tätig zu sein. Und immer wieder hörte man begeisterte Eltern und Grosseltern sagen: «So schön hätte ich es auch gerne gehabt!» Tatsächlich ist der Schulbehörde und dem Architekten Elmar Bissegger mit dem 1,6 Mio. Franken teuren Neubau ein toller Holzbau gelungen, denn hier wurde nicht einfach zusätzlicher Raum geschaffen, sondern ein kreatives Tummelfeld, in dem die Jüngsten voller Neugier ihre ersten Schritte in die Öffentlichkeit wagen und zugleich ihre Schulkarriere starten können.

Ein prägender Ort

Primarschulpräsident Erwin Spring wies während des Festaktes darauf hin: «Im Kindergarten lernen die Kinder durchs Spielen das Lernen. Und zugleich ist der Kindergarten der Ort, an dem die Kinder erstmals ihr Zuhause verlassen.» Architekt Elmar Bissegger freute sich, dass bereits seine erste Bauskizze auf positives Echo bei der Behörde stiess, denn «ich wollte von Anfang an ein Spielhaus aus Holz bauen, nicht einfach einen Kindergarten», sagte Bissegger.