Ein neues Quartier für Weiningen

Im Gebiet Geere in Weiningen sollen sieben Mehrfamilienhäuser mit bis zu 35 neue Wohnungen entstehen. Zwar gibt es erst ein Vorprojekt. Doch die Gemeinde rechnet mit der Überbauung und baut schon mal Strassen und Werkleitungen.

Evi Biedermann
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Die Erschliessung im Geere an der Hauptstrasse in Weiningen nimmt Gestalt an. (Bild: Evi Biedermann)

Die Erschliessung im Geere an der Hauptstrasse in Weiningen nimmt Gestalt an. (Bild: Evi Biedermann)

WARTH-WEININGEN. Zwar handelt es sich erst um ein Vorprojekt. Doch das Dorf Weiningen wird durch die geplante Überbauung im Geere sein Gesicht verändern: Sieben Mehrfamilienhäuser sollen auf der hundert Aren grossen Parzelle direkt an der Hauptstrasse entstehen. «30 bis 35 neue Wohnungen könnten es werden, mutmasst Hans Müller. «Festgelegt ist aber noch gar nichts», hält der Gemeindeammann von Warth-Weiningen fest. «Ein Baugesuch ist noch nicht eingegangen.» Deshalb kann Müller noch nicht sagen, wie gross die Wohnungen werden und ob sie verkauft oder vermietet werden. Man wisse aber, dass sowohl Eigentums- wie auch Mietwohnungen geplant seien. «Alle altersgerecht erstellt, mit Lift und rollstuhlgängig», sagt Müller.

Erschliessung läuft

Dank der grosszügigen Grünflächen zwischen den einzelnen Bauten sei die neue Wohnsiedlung jedoch auch für junge Familien mit Kindern attraktiv. Müller rechnet damit, dass das Projekt im angebahnten Umfang realisiert wird. Man werde die Details nun sorgfältig prüfen. Obwohl noch kein konkretes Baugesuch vorliegt, bleibt die Gemeinde nicht untätig; denn seit einem Monat wird das zukünftige Grossbaugebiet erschlossen. Die Wasserleitungen sind bereits im Boden verlegt, und die neue Zufahrtstrasse wird in diesen Tagen fertiggestellt.

Dass der Geere im westlichen Weiningen überbaut werden soll, ist spätestens seit einem Jahr bekannt, als der Gemeindeammann an der Budgetversammlung verkündete, dass der Gestaltungsplan Geere vom Kanton bewilligt worden ist (siehe Kasten). Wohl die wenigsten haben damals damit gerechnet, dass auf dem Grundstück ausschliesslich Wohnungen entstehen würden. In den letzten Jahren wurde in beiden Dörfern stark gebaut – allerdings Einfamilienhäuser. Miet- und Eigentumswohnungen gibt es in der Gemeinde nur ganz wenige.

Umso mehr freut sich der Gemeindeammann, dass sich dies nun ändern wird. «Wir brauchen Wohnungen», sagt er, «besonders auch für unsere älteren Einwohner.» Wenn das Eigenheim zur Belastung werde, sei eine Wohnung im Dorf eine wohltuende Alternative zum Wegzug in die Stadt. Mehr noch, glaubt Müller: Wenn das Angebot vorhanden sei, beginne die Planung früher. Denn: «Wohnen im Alter ist heute ein grosses Thema.»

Auch Gewerbler baut

Auf dem Grundstück wird sich auch ein Gewerbler aus Frauenfeld ansiedeln. Er baut vorn an der Hauptstrasse ein grosses Lagerhaus und direkt dahinter gegen Süden sein Wohnhaus. Im Gegensatz zum restlichen Grundstück ist diese Parzelle schon verkauft. Auch darüber freut sich Hans Müller, denn zu einer wachsenden Gemeinde gehöre auch ein wachsendes Gewerbe. «Das schafft Arbeitsplätze.» Wenn alles gut vorwärts geht, rechnet der Gemeindeammann, könnten die ersten Wohnungen Ende 2015 bezogen werden.

Hans Müller Gemeindeammann von Warth-Weiningen (Archivbild: Evi Biedermann)

Hans Müller Gemeindeammann von Warth-Weiningen (Archivbild: Evi Biedermann)

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