Ein Monat bis zur Premiere

Seit September probt die Seniorenbühne Frauenfeld immer montags in der Maurerlehrhalle. Anfang Februar feiern die Laiendarsteller mit ihren beiden Lustspielen im Casino Premiere. Danach geht es auf Tournée.

Stefan Hilzinger
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Der Schwank «Diamante und Bettsocke» spielt in einem Altersheim; Szenenbild aus der Probe. (Bild: pd)

Der Schwank «Diamante und Bettsocke» spielt in einem Altersheim; Szenenbild aus der Probe. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Zwei neue Einakter einzustudieren, das hat sich die Seniorenbühne Frauenfeld wie in den Vorjahren auch für diese Saison auf die Fahne geschrieben. Ob «Glück im Spiel – Päch im Stall» und «Diamante und Bettsocke» beim Publikum ankommen, wird sich an der Premiere am 8. Februar im Casino Frauenfeld zeigen (siehe Kasten). Noch haben die Laiendarstellerinnen und -darsteller also einen Monat Zeit, an den Einsätzen und Übergängen zu feilen.

«Wir proben von September bis zur Premiere jeweils montags in der Maurerlehrhalle in Frauenfeld», sagt Franz Schütz. Der Matzinger ist seit fünf Jahren Präsident der Frauenfelder Seniorenbühne. Theater spielt der Rentner aber schon länger. «Ich habe einst beim Turnverein Matzingen damit angefangen», sagt Schütz. Seit seiner Pensionierung engagiert er sich bei der Seniorenbühne. Der Verein zählt derzeit 50 Mitglieder.

Bis Ende April unterwegs

Zwei Theatertruppen zu je 15 Personen studieren jeweils eines der beiden Stücke ein. Zu den Teams gehören nebst den Darstellern auch Leute, die beim Zügeln helfen. Denn die Seniorenbühne geht nach der Premiere und den beiden Vorstellungen in Frauenfeld bis Ende April auf Tournée. «Die Kulissen und die Beschallungsanlage nehmen wir mit», sagt Schütz.

Die Tournée mit rund 15 Vorstellungen führt die Senioren etwa nach Romanshorn und Amriswil oder auch nach Volketswil im Zürcher Oberland. Dieses Jahr seien es etwas weniger Aufführungen als im Vorjahr, denn die rüstige und rege Konkurrenz schlafe nicht: «Die Seniorentheatergruppe <Silberfüchse> aus St. Gallen ist heuer mit einem neuen Stück unterwegs.» Da die Frauenfelder Senioren jedes Jahr mit neuen Stücken aufspielt, die St. Galler aber lediglich alle zwei Jahre, rechnet Schütz kommendes Jahr wieder mit einer längeren Tournée.

Etwas sollte in der Kasse bleiben

Die Seniorenbühne Frauenfeld ging vor gut 20 Jahren aus der inzwischen verschwundenen Laienspielbühne Frauenfeld hervor. Seit 2007 ist man als Verein organisiert. Ein grosses Geschäft sei die Theatertournée zwar nicht, «aber wir schauen schon, dass etwas in der Kasse bleibt», sagt der Präsident. Mit dem erspielten Geld leisten die Mitglieder sich dann etwa den Ausflug mit dem Car und das Nachtessen am Klausabend.

Er habe immer gern Theater gespielt, sagt Schütz. «Die schönen Reaktionen nach den Vorstellungen führen schon zu einem Suchteffekt.»