Ein Kreisel für Eschlikon

ESCHLIKON. Der Kanton plant auf der Kreuzung Bahnhof-/Hörnlistrasse einen Kreisel. Die politische Gemeinde soll 730 000 Franken übernehmen. Am 1. Dezember stimmt die Bevölkerung über den Betrag ab.

Philipp Haag
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Pink: Die Markierungen für den geplanten Kreisel sind auf der Bahnhofstrasse bereits aufgezeichnet. Der «Frohsinn» muss weichen. (Bild: Philipp Haag)

Pink: Die Markierungen für den geplanten Kreisel sind auf der Bahnhofstrasse bereits aufgezeichnet. Der «Frohsinn» muss weichen. (Bild: Philipp Haag)

ESCHLIKON. Zu den Stosszeiten über Mittag und am Abend kommt es auf der Bahnhofstrasse von Eschlikon regelmässig zu Staus. Wer aus Richtung Sirnach kommend in die Hörnlistrasse abbiegen möchte, muss sich oft gedulden. Aus diesem Grund ist die Gemeindebehörde gemeinsam mit dem Kanton als Eigentümerin der Strasse seit Jahren auf der Suche nach einer Lösung, um das Verkehrsproblem zu lösen. Geprüft worden sind etliche Varianten, das Belassen der Kreuzung, ein Kreisel oder auch eine Einspurstrecke. Nun scheint die optimale Lösung gefunden worden zu sein. Auf der Kreuzung Bahnhofstrasse/Hörnlistrasse wird ein Kreisel mit einem Durchmesser von 32 Metern gebaut.

Sicherheit für Velos wird erhöht

Die Zufahrten zum Kreisel, die Bahnhof- und die Hörnlistrasse, werden mit einer schmalen Mittelinsel gesichert, die Schulstrasse im unteren Teil wird gar als Einbahn geführt. Ein Befahren des Kreisels ist also nicht möglich. Da der Schulweg der Wallenwiler Schüler, die das Schulzentrum Bächelacker besuchen, über die Kreuzung führt, ist auch für die Velofahrer eine Lösung gesucht worden. Sie müssen den Kreisel nicht befahren, sondern können die Bahnhofstrasse auf einem neben einem Fussgängerstreifen parallel geführten Fahrradstreifen queren, um auf den Geh-/Radweg auf der Hörnlistrasse zu gelangen. Dieser wird erstmals wenige hundert Meter geführt, soll in einer zweiten Phase aber bis zur Bahnbrücke verlängert werden. «Mit dem Kreisel wird nicht nur das Problem mit den Rückstaus gelöst», betonte Gemeindeammann Robert Meyer gestern morgen an einer Medienorientierung, «auch die Sicherheit für die Velofahrer wird erhöht.» Um das Strassenprojekt realisieren zu können, muss allerdings der «Frohsinn» abgerissen werden. Das Gebäude ist zwar baufällig, in den letzten Jahren war es durch die von einem jungen Team organisierten Konzerte zu einem kulturellen Fixpunkt in der Gemeinde geworden. Dass der «Frohsinn» weichen muss, dies war aber schon länger bekannt.

Beleuchtung wird erneuert

Die Gemeindebehörde steht denn auch hinter dem Projekt des Kantons, und legt den Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 1. Dezember einen Kredit über 790 000 Franken vor. 730 000 Franken beträgt der Anteil der Gemeinde am Kreiselneubau, je 30 000 Franken sind für die Beleuchtung und die Anpassung der Blumenaustrasse (wegen der Einbahn auf der Schulstrasse) vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Kreisel belaufen sich auf 1,78 Millionen Franken, etwas mehr als eine Million Franken trägt also der Kanton. Dieser saniert ausserdem für 420 000 Franken die Bahnhofstrasse im Bereich Volg bis Raiffeisenbank. Dies bewog die Gemeindebehörde, gleichzeitig die Werkleitungen in diesem Abschnitt zu erneuern, was auf 830 000 Franken kommt. Ab heute läuft die öffentliche Auflage für das Kreiselprojekt. Die Pläne können im Gemeindehaus eingesehen werden. Und am 23. November findet im Bächelacker eine Infoveranstaltung statt.

Investitionen von fünf Millionen

Der Kreiselneubau sowie der Ersatz der Leitungen für Wasser und Elektrizität sind nicht die einzigen Investitionen im 2012. Gesamthaft sind knapp fünf Millionen Franken geplant. So werden 930 000 Franken für den Ausbau des Glasfasernetzes aufgewendet oder eine erste Tranche von 900 000 Franken für den Erwerb des kantonalen Werkhofs. Trotz der hohen Investitionen kann der Steuerfuss auf 50 Prozent belassen werden, wie der Finanzverantwortliche Philipp Schwager ausführte (siehe Kasten).