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Ein Jugendhaus beim Schulhaus

Die Politische Gemeinde und die Schule Sirnach legen an der nächsten Gemeindeversammlung Sanierungskredite von knapp drei Millionen Franken vor. Auch kommt am 29. November ein Planungskredit für das Haus der Jugend vors Volk.
Philipp Haag
Die Wiese zwischen Sportplatz und Gehweg bei der Schulanlage Grünau ist für den Gemeinderat ein guter Standort für das Jugendhaus. (Bild: Mario Testa)

Die Wiese zwischen Sportplatz und Gehweg bei der Schulanlage Grünau ist für den Gemeinderat ein guter Standort für das Jugendhaus. (Bild: Mario Testa)

SIRNACH. Teenies und Kleinkinder unter demselben Dach. Kommt das gut? Kann das funktionieren? Ja, sagen der Gemeinderat und die Schulbehörde von Sirnach. Obwohl, und dies ist sich Gemeindeammann Kurt Baumann durchaus bewusst: «Es ist eine Herausforderung.» Trotzdem, die Gemeindebehörde möchte den Jugendtreff, die Spielgruppe, die Sprachspielgruppe, aber auch den Femme-Tisch, die Mütter-/Väterberatung und, nach Möglichkeit, die Bibliothek in demselben Gebäude unterbringen, dem Haus der Jugend. Einerseits muss für den Jugendtreff Teenie-Talk und die Spielgruppe Müsliburg ein neuer Standort gefunden werden, weil der Flurhof und die Obermatt-Liegenschaft anderweitig genutzt werden, andererseits sieht der Gemeinderat Synergien, indem die Organisationen, die im Dorf Leistungen für die Jugend und die Familien anbieten, an einem Ort zusammengefasst werden und Räume wie die Küche, die Toiletten oder die Garderoben gemeinsam nutzen.

220 000 für Planungskredit

Um das angedachte Projekt Haus der Jugend – ein Konzept besteht bereits – erarbeiten zu können, legt der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung vom 29. November einen Planungskredit über 220 000 Franken vor, inklusive Architekturwettbewerb (30 000 Franken) und Abstimmungs-/Kommunikationskosten (20 000 Franken). Die Gemeindebehörde favorisiert einen Neubau für das Jugendhaus. Als Standort hat sie die Parzelle beim Sportplatz auf dem Schulareal Grünau ins Auge gefasst. Das Grundstück gehört der Schule. Eine erste Kostenschätzung geht von einem Investitionsvolumen von 4,6 Millionen Franken für den Bau aus, welches die Politische Gemeinde trägt. Genehmigen die Stimmberechtigten den Planungskredit, soll der Baukredit im nächsten Jahr vorgelegt werden.

Ebenfalls ins Haus der Jugend integriert werden sollen der Mittagstisch und die Randzeitenbetreuung. Beide familienergänzenden Angebote sind Bestandteil des Projektes Tagesbetreuung Sirnach (Tagsi), welches den Stimmberechtigten ebenfalls am 29. November zur Genehmigung vorgelegt wird. Grund für die Tagesbetreuung Sirnach, ein Gemeinschaftsprojekt von Politischer Gemeinde und Schule, ist die Auflösung der Tagesschule Egg im Sommer 2013. Eine Bedarfsabklärung bei Eltern schulpflichtiger Kinder hat ergeben, dass ein Mittagstisch wie auch die ausserschulische Betreuung durchaus erwünscht sind, aber mit Standort Sirnach. Aus diesem Grund sollen Mittagstisch wie auch Randzeitenbetreuung im Haus der Jugend untergebracht werden, gemäss Baumann einem zentralen und gut erreichbaren Standort.

Tagsi-Angebote in Provisorium

Bis zur Fertigstellung des Jugendhauses kommen die Tagsi-Angebote in ein Provisorium unter, dem ehemaligen Restaurant Frohsinn an der Fischingerstrasse. Der Gemeinderat rechnet in den ersten drei Betriebsjahren mit einem Defizit von je um die 90 000 Franken, von denen die Schule 30 000 Franken übernimmt. Ausserdem ziehen Gemeinderat und Schulbehörde im August 2014 eine Zwischenbilanz: Sollten bis dann nicht durchschnittlich 75 Mittagessen und 45 Nachmittagsbetreuungen pro Woche erreicht werden, können die Stimmberechtigten über die Weiterführung des Projektes befinden.

Haus Kienle wird umgebaut

Neben den beiden Geschäften, welche die Jugend betreffen, kommen am 29. November bei der Politischen Gemeinde und der Schule noch drei Sanierungskredite über knapp drei Millionen Franken zur Abstimmung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der im Januar 2013 den Betrieb aufnehmenden Regionalen Berufsbeistandschaft erhalten ihre Büros im Haus Kienle an der Winterthurerstrasse. Dafür muss das Mehrfamilienhaus umgebaut werden, wofür der Gemeinderat einen Kreditantrag über 1,1 Millionen Franken vorlegt. Die Schule möchte die Turnhalle Grünau und das Schulhaus Egg sanieren, was gemäss Schulpräsident Urs Schrepfer 1,46 Millionen, respektive 390 000 Franken kostet.

Infoanlass zur Gemeindeversammlung am 15. November, 20 Uhr, Schulanlage Busswil

Kurt Baumann, Gemeindeammann von Sirnach. (Bild: cas)

Kurt Baumann, Gemeindeammann von Sirnach. (Bild: cas)

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