Ein Ideenpool für Landfrauen

Die Präsidentinnenkonferenz des Thurgauer Landfrauenverbandes auf dem Arenenberg stand im Zeichen der Weiterbildung.

Margrith Pfister-Kübler
Drucken
Teilen
Regula Böhi-Zbinden Präsidentin des Thurgauer Landfrauenverbands (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Regula Böhi-Zbinden Präsidentin des Thurgauer Landfrauenverbands (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

SALENSTEIN. Selbstbewusstes Handeln und Anpacken – das ist ein Markenzeichen der Thurgauer Landfrauen. Dies zeigten rund 100 Präsidentinnen und Vorstandsmitglieder der Thurgauer Landfrauenvereine am Montagabend auf dem Arenenberg. Kantonalpräsidentin Regula Böhi-Zbinden forderte die Frauen dazu auf, sich weiterhin mit Herzblut und selbstbewusst einzubringen, Kontakte zu knüpfen, Weiterbildung zu pflegen und so Wertschätzung zu erfahren. Mit stolzen 3621 Mitgliedern in 56 Sektionen stellt der Thurgauer Landfrauenverband ein starkes Frauennetz dar, das anspornt und soziales Engagement beinhaltet.

Wichtiger Ansporn ist das Weiterbildungsprogramm. Vorstandsmitglied Vreni Peter ermutigte die Anwesenden dazu, Neues ausprobieren. Im vergangenen Vereinsjahr wurden 158 verschiedene Kurse angeboten: «Es gibt nichts, was Frauen nicht können.» In Grün kommt das neue Weiterbildungsprogramm 2015/2016 daher: «Querbeet ist alles dabei. Mehr als die Hälfte der Kurse bietet Neues. Es ist ein grosser Ideenpool, von Gartenbau über Gesundheit, Finanzen, Recht, Persönlichkeitsbildung bis zu Exkursionen», sagte Vreni Peter und verwies auf die Homepage und die 37 Seiten umfassende Weiterbildungsbroschüre. Die Kultivierung alter und seltener Gemüsesorten ist neuerdings ebenfalls im Kursangebot.

Die gleichzeitige Ausstellung im Foyer des Bildungs- und Beratungszentrums zeigte, was alles entstehen kann. Andrang herrschte speziell beim Stand für die Herstellung von Ringen und Schmuck aus altem Silberbesteck.

Einblicke in frühere Frauenleben im Thurgau gab den Landfrauen Regula Gonzenbach vom Frauenarchiv Thurgau. Sie stellte das Frauenarchiv vor, das vielen Frauenleben bis an die Wurzeln und damit den Zusammenhängen nachgeht. Sie erzählte von beeindruckenden Frauen wie Frieda Rüdin-Meili (1901–1987) Bäuerin und Weiterbildnerin. Gonzenbach zeigte auf, wie wichtig es ist, Frauenleben aufzuzeichnen, denn wer weiss heute noch, dass im Jahr 1958 Mädchen nicht zur Jungbürgerfeier eingeladen wurden.

«Es war grossartig», lobten Landfrauen den Vortrag übers Frauenarchiv und zeigten Respekt vor den Leistungen der Frauen im ganz normalen Alltag. Zum Abschied wünschte Präsidentin Regula Böhi-Zbinden allen Gelassenheit und Humor und eine Vielfalt an Chancen und den Mut, zu zeigen, was sie zu bieten haben.