Ein Haus auf Vorrat gekauft

Die Primarschulgemeinde Wilen kauft ein Grundstück, das im Schulgelände liegt. Sie sichert sich damit Landreserven für einen späteren Ausbau.

Simon Dudle
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WILEN. Es ist ein spezielles Haus an der Schulstrasse 5 in Wilen. Es wirkt eingepackt, da es von Ballfängern umgeben ist. Dies ist nötig, weil das Grundstück auf allen Seiten von der Primarschule Wilen umgeben ist. Das Wohnhaus wurde 1930 erbaut und befindet sich in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Für die Schulbehörde ist nun der Zeitpunkt für den Kauf gekommen.

Denn Eigentümer Hansruedi Hofer sucht sich nach einer neuen Bleibe, ebenfalls in Wilen, um. Er ist bereit, das Grundstück für 450 000 Franken zu verkaufen.

Ein strategischer Kauf

Weil die Schule derzeit keinen weiteren Ausbau plant, ist der Kauf des Hauses lediglich strategischer Art. Roland Hofer, bei der Primarschulgemeinde für die Liegenschaften verantwortlich, sagte: «Solange keine schulische Nutzung stattfindet, wird das Haus dem Finanzvermögen und nicht dem Verwaltungsvermögen zugewiesen. Das Vorhaben stiess an der Schulgemeindeversammlung vom Montagabend bei den 147 anwesenden Stimmberechtigten auf offene Ohren. Sie stimmten dem Antrag, diese Liegenschaft zu kaufen, grossmehrheitlich zu.

Auch sonst hatte Andrea Twiddy an ihrer ersten Versammlung als Präsidentin keine grösseren Klippen zu meistern. Ihre Wiederwahl klappte reibungslos. Die weiteren Behördenmitglieder Bruno Schuster (Finanzen), Roland Hofer (Liegenschaften), Karin Giger (Pädagogik, Gesundheit) und Claudia Burkhalter (Aktuariat) wurden ebenfalls deutlich in ihren Ämtern bestätigt.

Grössere Sanierungsarbeiten

Bei den Finanzen sieht es für die Primarschule Wilen vorderhand gut aus. Statt eines budgetierten Verlusts resultierte für 2012 ein Gewinn von gut 195 000 Franken. Auch für das laufende Jahr ist ein Ertragsüberschuss budgetiert, nämlich von knapp 152 000 Franken. Trotzdem war eine Steuerfusssenkung an der Versammlung kein Thema. Der Finanzplan zeigt mittelfristig einen Finanzbedarf auf, der mit den heutigen 62 Prozent nicht zu decken ist. In naher Zukunft wird mit jährlichen Investitionskosten von rund 200 000 Franken für grössere Sanierungsarbeiten gerechnet.

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