Ein Floh, der juckt, aber nicht springen kann

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Die Entenflöhe sind eigentlich keine Flöhe, sondern sie gehören zu einer Saugwurmart und werden Zerkarien genannt. Charakteristisch ist ihr Gabelschwanz, den sie beim Eindringen in die Haut verlieren. Um die Geschlechtsreife zu erlangen und sich fortzupflanzen, fressen sie sich durch die Haut des Wasservogels, paaren sich und legen ihre Eier in Organen wie Darm oder Leber ab. Mit dem Kot der Ente gelangen die Eier ins Wasser. Dort suchen sie sich einen sogenannten Zwischenwirt. Das ist meist eine Wasserschnecke. Nach etwa 100 Tagen verlassen sie die Schnecke als Würmer. Dann suchen sie aktiv im Wasser nach einem Wasservogel, der als Endwirt fungiert. Der Mensch gilt dabei als Fehlwirt, denn die Zerkarien sterben beim Versuch, durch die menschliche Haut zu gelangen. Das löst jedoch den Juckreiz aus und nennt sich in der Fachsprache Bade- oder Zerkariendermatitis. (sba)