Ein Ende für die Holperpiste

Die Bahnhofstrasse zwischen Altweg und Laubgasse soll für vier Millionen Franken saniert werden. Der Gemeinderat entscheidet bald über einen Kredit von einer Million Franken – das Parlament hat das Vorhaben schon einmal abgelehnt.

Markus Zahnd
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Die Kreuzung Bahnhofstrasse/Laubgasse soll einen Kreisel erhalten, der Einlenker in die Wannenfeldstrasse wird deshalb verlegt. (Bild: Stefan Hilzinger)

Die Kreuzung Bahnhofstrasse/Laubgasse soll einen Kreisel erhalten, der Einlenker in die Wannenfeldstrasse wird deshalb verlegt. (Bild: Stefan Hilzinger)

FRAUENFELD. Sie hat Löcher, ist zu schmal und somit unsicher. Die Bahnhofstrasse zwischen Altweg und Laubgasse muss saniert werden. Bekannt sind die Mängel schon lange, dennoch kommt das Kreditbegehren erst an einer der nächsten Sitzungen in den Gemeinderat. «Aufgrund verschiedener übergeordneter Planungen wurde die dringende Sanierung mehrfach verschoben», schreibt der Stadtrat in seiner Botschaft ans Parlament.

Auch der Gemeinderat hatte das Vorhaben bereits einmal aus dem Budget gekippt. Im Dezember 2013 strich er das Projekt auf Antrag von Stefan Geiges aus dem Voranschlag. Der CVP-Gemeinderat verwies auf seine Motion betreffend Einbahnverkehr in der Innenstadt sowie auf eine allfällige Stadtentlastung. Der Entscheid des Gemeinderats blieb nicht folgenlos. Denn die Werkleitungen mussten für mehrere zehntausend Franken provisorisch saniert werden.

Stadt muss die Hälfte bezahlen

Mittlerweile steht fest: Ein Tunnel ist in weiter Ferne, und in dem von Geiges geforderten Bericht halten zwei Ingenieur-Büros ein Einbahnsystem für keine gute Lösung. Deshalb soll der 350 Meter lange Abschnitt, auf dem im Schnitt täglich 7000 Fahrzeuge verkehren, nun endlich umfassend saniert werden. Die Kosten betragen vier Millionen Franken. Weil die Bahnhofstrasse dem Kanton gehört, teilen sich Kanton und Gemeinde die Kosten. Die Totalsanierung der Werkleitungen kostet zwei Millionen, darüber entscheidet der Stadtrat abschliessend. Daher muss der Gemeinderat noch über einen Kredit von einer Million Franken befinden.

Die Bahnhofstrasse ist laut Botschaft eine «wichtige regionale Verbindungsstrasse». Deshalb wird die Fahrbahn zwischen dem Altweg und der Laubgasse von sechs auf acht Meter verbreitet, es gibt beidseitig einen Velostreifen und die Trottoirs werden erneuert. Ausserdem erhalten die beiden Kreuzungen beim Altweg und der Laubgasse einen Kreisel. Der Einlenker der Wannenfeldstrasse muss deshalb rund zwölf Meter nach Norden verlegt werden.

Sicherheit auf Fuss- und Veloweg

Die Massnahmen verbessern in erster Linie die Sicherheit des Langsamverkehrs. Schliesslich dient dieser Abschnitt laut Botschaft «als wichtige Pendlerachse für den Fuss- und Veloverkehr zum Stadtzentrum, zum Bahnhof sowie zu den angrenzenden Schulen». Die Massnahmen entsprechen gemäss Stadtrat ausserdem dem Richtplan Siedlung und Verkehr – sowie dem Mobilitätskonzept 2030. Dieses hat der Stadtrat allerdings noch nicht vorgestellt.

Der Gemeinderat behandelt das Geschäft wohl erst nächstes Jahr, im November ist traditionell die Fragestunde angesetzt, und an der Sitzung im Dezember berät der Rat das Budget 2016. Genehmigt das Parlament den Kredit für den Ausbau, erfolgt die öffentliche Auflage. Die Bauarbeiten dauern dann voraussichtlich rund zehn Monate, der Deckbelag wird ein Jahr später eingebaut. Sind sämtliche Arbeiten abgeschlossen, ist die Bahnhofstrasse wieder ohne Löcher, breiter und somit sicherer.