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Ein Dorf in Hochzeitslaune

Da durfte der Jubiläumswein nicht fehlen. Mit einem Festgottesdienst und dem Auftakt der Wöschhüsli-Ausstellung «Nüfere hürotet» begingen die Neunforner am Samstag die Feier zum 20jährigen Bestehen ihrer Politischen Gemeinde.
Therese Schurter
Das fast komplette Wöschhüsli-Team: Mike Albrow, Vreni Fiederle, Jacqueline Bär, Gilg Stüssi und Niklaus Winterhalter. (Bild: Therese Schurter)

Das fast komplette Wöschhüsli-Team: Mike Albrow, Vreni Fiederle, Jacqueline Bär, Gilg Stüssi und Niklaus Winterhalter. (Bild: Therese Schurter)

OBERNEUNFORN. Es schien, als sei in Neunforn das Heiratsfieber ausgebrochen. Zwischen September 1955 und September 1956 gaben sich 14 junge Menschen in «Nüfere» das Ja-Wort. Alle sieben Bräutigame sowie vier Bräute stammten aus dem Dorf, eine Braut war aus Guntalingen. Nur zwei zukünftige Ehefrauen waren von weiter weg. Zeit ihres Lebens blieben die sieben Paare zusammen oder sind heute immer noch glücklich miteinander. In jener Zeit, nämlich am 25. Februar 1956, heirateten auch Trudi Kaderli und Hansueli Stürzinger. Am Samstag liessen sie sich die Vernissage der Hochzeitsbilder-Ausstellung «Nüfere hürotet» im Wöschhüsli nicht entgehen. Anlass dafür waren die Festlichkeiten zum 20jährigen Bestehen der Politischen Gemeinde Neunforn.

Viele «Weisch no»-Erlebnisse

Das Thema Hochzeit ist bei dieser Ausstellung allgegenwärtig. Besonders hervorhebenswert sind die spannenden und unterhaltsam geschriebenen Geschichten der besagten sieben Brautpaare. Die vielen anderen zur Verfügung gestellten Hochzeitsbilder sorgten bei der Vernissage für viele «Weisch no»-Erlebnisse. Diese Ausstellung ist typisch für Neunforn: Das ganze Dorf half mit, fast jeder war irgendwie beteiligt bei den Vorbereitungen.

Die neue Schau beschränkt sich nicht nur auf das Wöschhüsli. Auch der Schopf neben dem Wöschhüsli und das Trauzimmer im Gemeindehaus sind Schauplätze. Im Schopf befindet sich das Atelier des Stammheimer Malers Mike Albrow. Dort steht ein Monitor mit Diabildern. Interessant ist die Entstehungsgeschichte der Gemeinde sowie der Sonderfall Wilen. Auf grossen Ausstellungstafeln sind Texte, Grafiken, Fotos und Anekdoten verständlich dargestellt. Das Ausstellungsteam um Aegidius Stüssi, Niklaus Winterhalter, Jacqueline Bär, Vreni Fiederle und Angela Teufer hat in unzähligen Stunden aus gesichtetem Archivmaterial einen informativen, kulturell wertvollen Beitrag ans Gemeinwohl geschaffen. Die samstäglichen Feierlichkeiten waren aber schon vor der Wöschhüsli-Vernissage gestartet.

In der Kirche fing es an

Vor 20 Jahren heirateten die drei Ortsgemeinden Niederneunforn, Oberneunforn und Wilen sowie die Munizipalgemeinde Neunforn. Das junge Ehepaar hiess per 1. Januar 1996 Politische Gemeinde Neunforn. Am Samstag fing es wie bei einer richtigen Hochzeit an, nämlich in der geschmückten Kirche. Zum Thema Gemeinschaft münzte Pfarrer Bruno Ammann seine Gedanken zum Bibelspruch «Suchet der Stadt Bestes» auf Neunforn um. Seit zum Teil mehreren Generationen lebten Familien in Neunforn. Viele Junge kehrten auch wieder heim und gründeten hier eine Familie– nicht nur wegen des tiefen Steuersatzes. Der Zusammenhalt sei stark. Das werde am Gelingen dieser Feierlichkeiten wieder sichtbar. Nach dem Gottesdienst offerierte die Politische Gemeinde einen Apéro – natürlich wieder mit dem Neunforner Jubiläums-Cuvée, der schon am Freitagabend an der Rechnungsgemeinde mundete.

An der Hochzeit im Jahr 1956: Das Ehepaar Trudi und Hans Stürzinger-Kaderli. (Bild: pd)

An der Hochzeit im Jahr 1956: Das Ehepaar Trudi und Hans Stürzinger-Kaderli. (Bild: pd)

Am Samstag an der «Nüfere hürotet»-Vernissage: Trudi und Hans Stürzinger-Kaderli. (Bild: Therese Schurter)

Am Samstag an der «Nüfere hürotet»-Vernissage: Trudi und Hans Stürzinger-Kaderli. (Bild: Therese Schurter)

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