Ein Dankeschön an die Helfer

Freiwilligenarbeit geschieht oft im Stillen. In Steckborn standen gestern Sonntag für einmal die vielen stillen Helferinnen und Helfer im Mittelpunkt. Der Stadtrat servierte einen Brunch.

Barbara Hettich
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Gemeindeschreiber Werner Minder bei einer ungewohnten Tätigkeit: Er serviert Kaffee und Orangensaft. (Bild: Barbara Hettich)

Gemeindeschreiber Werner Minder bei einer ungewohnten Tätigkeit: Er serviert Kaffee und Orangensaft. (Bild: Barbara Hettich)

Steckborn. Jahr für Jahr arbeiten in Steckborn viele Menschen unentgeltlich für die Allgemeinheit. Der Stadtrat hatte über die Vereine die vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu einem Brunch in die Feldbachhalle eingeladen. «Angemeldet haben sich rund 100 Personen, gekommen sich etwa 80, sagt Stadträtin Andrea Hess. Sie hat die Federführung bei diesem Anlass: «Für einmal habe ich die Hosen an.» Sie moderiert durchs Programm. Stadtammann, Stadtschreiber und die Stadträte Ferkel, Labhart, Reithofer und Rickenbach haben sich eine Schürze umgebunden und balancieren die Servicetabletts.

Hoher Stellenwert

«In der Schweiz hat die Freiwilligenarbeit einen hohen Stellenwert», sagte Stadtammann Thomas Baumgartner in seiner Begrüssungsrede. Jeder Vierte engagiere sich in einer wohltätigen Institution. Was dies für das Gesundheitswesen bedeutet, belegte er mit eindrücklichen Zahlen: Im Gesundheitsbereich wird pro Jahr 587 Millionen Stunden bezahlte Arbeit geleistet. Freiwillige leisten 741 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit. Umgerechnet seien dies rund 20 Milliarden Franken, die die Freiwilligen Jahr für Jahr an die Gesellschaft verschenken würden. Dafür gebühre ihnen ein «Vergelt's Gott».

Auf der Bühne singt der Chor der Sekundarschule, das Duo Messer und Gabel sorgt für Heiterkeit. «Ein schöner Anlass», findet Marina Ulmer. Mit den anderen Geladenen geniesst die Einsatzleiterin des SRK-Fahrdienstes die Köstlichkeiten vom Buffet. Und sie sagt: «Freude die vergeben, kommt ins Herz zurück.»

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