Ein Baubeginn mit Gottes Segen

Ein Baugottesdienst gestern abend markierte den offiziellen Baubeginn an Frauenfelds katholischer Stadtkirche St. Nikolaus. Für die 5,43-Millionen-Sanierung wird die Kirche ab dem 5. Mai eingerüstet.

Mathias Frei
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Hoffen auf eine unfallfreie Bauzeit: Architekt Peter Büchel, Baukommissionspräsidentin Beatrice Sendner (vorne) sowie die Dachdecker der Firma Beerli und Erné mit Geschäftsführer Sandro Erné (3. v. r.) und Seniorchef Vico Erné (1. v. r.). (Bild: Olivia Hug)

Hoffen auf eine unfallfreie Bauzeit: Architekt Peter Büchel, Baukommissionspräsidentin Beatrice Sendner (vorne) sowie die Dachdecker der Firma Beerli und Erné mit Geschäftsführer Sandro Erné (3. v. r.) und Seniorchef Vico Erné (1. v. r.). (Bild: Olivia Hug)

FRAUENFELD. Die Segnung des Dachdeckerwerkzeugs kann gewiss nicht schaden. Am Ende des gestrigen Baugottesdienstes ist Frauenfelds Pfarradministrator Benedikt Wey dafür besorgt. Es sollen aber nicht nur alle Bauarbeiter die nächsten knapp zwei Jahre unfallfrei an der Sanierung der Stadtkirche mitwirken, sondern auch die Baukommission der Kirchgemeinde. Dafür erhalten alle Mitglieder ihre persönlichen Bauhelme. Nun werde ein Ort restauriert, der wichtig sei für diese Stadt und wo Begegnungen stattfänden, stellt Wey fest.

Ziegel aus Norddeutschland

Für anderthalb Wochen strahlt die Stadtkirche noch in ihrer alten, sanierungsbedürftigen Schönheit. Ab dem 5. Mai wird die Frauenfelder Firma XBau den Sakralbau komplett einrüsten. Diese Arbeit dauert rund zwei Monate. Danach machen sich die Dachdecker der ebenfalls ortsansässigen Firma Beerli und Erné ans Werk. Mittlerweile konnte die Baukommission auch eine Ziegelei in Norddeutschland finden. Da es so viele unterschiedliche Ziegelvariationen braucht, werden sie dort in Handarbeit hergestellt.

Nutzung trotz Bau vorgesehen

Laut Baukommissionspräsidentin Beatrice Sendner ist vorgesehen, dass die Kirche grundsätzlich während der ganzen Bauzeit weiterhin für Gottesdienste genutzt werden kann. Schutzbauten sollen den Zutritt zu den Eingängen auf der Ost- und Südseite gewährleisten.

«Ich freue mich, dass wir bei dieser Grossbaustelle nun in den Startlöchern stehen», erklärt Beatrice Sendner. Es sei eine schöne Herausforderung. Natürlich hätten aber auch alle Beteiligten Respekt vor der Aufgabe. Denn eine Sanierung in dieser Grössenordnung gehe nur jedes halbe Jahrhundert vonstatten.

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