Eierlikör fliegt nicht

Da soll noch jemand sagen, Drogen seien per se eine schlechte Sache. In Wallenwil bewerfen – natürlich mutmasslich – Schüler die Häuser von Lehrern mit Eiern. In der Nacht, versteht sich.

Olaf Kühne
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Da soll noch jemand sagen, Drogen seien per se eine schlechte Sache. In Wallenwil bewerfen – natürlich mutmasslich – Schüler die Häuser von Lehrern mit Eiern. In der Nacht, versteht sich. Wären diese Jugendlichen bekifft gewesen, die Fassaden würden noch immer in altem Glanz erstrahlen. Wie hätten die Teenager auch Eier werfen können? Eine Hand an der Fernbedienung, die andere in der Chipstüte. Nun könnte es sich im Wallenwiler Fall allerdings gar um Primarschüler handeln. Da muss selbst der hartgesottenste Liberale eingestehen, dass Cannabis vielleicht nicht das Beruhigungsmittel erster Wahl ist. Bleibt das bewährte Ritalin. Ist besser für die Lungen, und nach dem Konsum muss das Kinderzimmer nicht gelüftet werden. Oder als weitere Alternative, da die Täter offensichtlich auf Eier stehen, Muttis guter alter Eierlikör. Gibt allerdings ziemliche Kopfschmerzen. Mit konzentriertem Lernen am darauf folgenden Schultag ist es da nicht weit her.

Als wäre die Generation Velohelm nicht schon unkontrollierbar genug, setzt Eschlikon nun noch einen drauf. Die Gemeinde will eine weitere Turnhalle bauen. Was lernen die Schüler dort? Ballwerfen, Ballwerfen und nochmals Ballwerfen. Fit für die nächsten Eierwürfe und gewappnet für Halloween. Besser also die neue Schulküche intensiver nutzen. Schliesslich haben die Steuerzahler dafür – und für ein paar Klassenzimmer – soeben einige Millionen springen lassen. Was können die Schüler in der Küche nicht alles machen. Es müssen ja nicht unbedingt Haschguezli sein. Eier lassen dort sich so oder so sinnvoller verarbeiten.