EGNACH: HEV Thurgau peilt 20'000 Mitglieder an

An der Delegiertenversammlung des Hauseigentümerverbands Thurgau (HEV) blickte Präsident Gallus Müller positiv auf das Engagement gegen den Eigenmietwert zurück. Er setzte kämpferisch die 20'000-Mitglieder-Marke als nächstes Ziel fest.

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Die Verantwortlichen des HEV Thurgau mit Guido Goldinger, Theo Dürig, Thomas Dufner und Präsident Gallus Müller. (Bild: Manuela Olgiati)

Die Verantwortlichen des HEV Thurgau mit Guido Goldinger, Theo Dürig, Thomas Dufner und Präsident Gallus Müller. (Bild: Manuela Olgiati)

Kraftvoll vorangehen will der Hauseigentümerverband Thurgau (HEV). «Die Wohnbautätigkeit im Thurgau ist auf gutem Niveau geblieben», sagte HEV-Präsident Gallus Müller an der Delegiertenversammlung in Egnach. Müller zeigte sich zuversichtlich bei den Hypothekarzinssätzen. Der Referenzzinssatz lag konstant bei 1,75 Prozent, was laut Müller in der Tiefzinsphase anhalten wird, da die Nationalbank weiter Negativzinsen erhebt. «Durch die restriktiven Vorschriften darf davon ausgegangen werden, dass bei uns keine Gefahr einer Immobilienblase besteht.» Der Wohnungsmarkt bewege sich in einem recht stabilen Umfeld. Der Thurgau weise die achthöchste Wohneigentumsquote der Schweiz auf. Der Leerwohnungsbestand ist auf 1,80 Prozent angestiegen. «Den Aufwärtstrend bei den Mitgliederzahlen wollen wir mit Werbemassnahmen voranbringen», sagte Gallus Müller, mit dem Ziel, schon bald die 20'000 Mitglieder-Marke zu erreichen. Anfang Mai hatte die Organisation 18'680 Mitglieder, das sind 37 mehr gegenüber dem letzten Jahr.

Politik hat den Handlungsbedarf erkannt

Gallus Müller informierte, dass die im letzten November in Bern eingereichte Petition «Eigenmietwert abschaffen» auch dank der tatkräftigen Unterstützung aus dem Thurgau mit 140'000 Unterschriften Wirkung gezeigt habe. Zwar habe der Ständerat die Motion Egloff abgelehnt, die das gleiche Ziel verfolgte. Die zuständige Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates habe aber Handlungsbedarf erkannt und eine Kommissionsinitiative verabschiedet, die einen Systemwechsel bei der Besteuerung des Wohneigentums herbeiführen soll. Die Abschaffung des Eigenmietwertes harre noch immer einer Lösung. Zudem musste eine Steigerung der Indexwerte akzeptiert werden. Die Revision des kantonalen Richtplanes habe so viele Eingaben hervorgebracht, dass Auswertung und Anpassungen mehr Zeit beanspruchen, als zuvor angenommen.

Stolz konnte der Präsident informieren, dass die Thurgauer Ständerätin Brigitte Häberli-Koller neu Vizepräsidentin des HEV Schweiz ist. Zudem verwies er auf die neu gestaltete Homepage. Im Verlauf der Versammlung wurde die Jahresrechnung 2016, die Kassier Theo Dürig erläuterte, bei einem Aufwand von 252'264 Franken mit einem Gewinn von 3585 Franken genehmigt. Ebenso einstimmig wurden die gleichbleibenden Jahresbeiträge der Sektionen gutgeheissen.

Manuela Olgiati

thurgau@thurgauerzeitung.ch

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