EDU will in Lokalwahlen punkten

Die Thurgauer EDU hat sich die Themen «Islamisierung», «Gesundheit» und «Demenz» als Schwerpunkte für das Wahljahr gesetzt. Neben den eidgenössischen Wahlen will sie auf kommunaler Ebene punkten.

Kurt Peter
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Hans Trachsel, Christian Mader, Heinz Lüscher und Daniel Wittwer erläuterten die EDU-Schwerpunkte fürs Jahr 2015. (Bild: Kurt Peter)

Hans Trachsel, Christian Mader, Heinz Lüscher und Daniel Wittwer erläuterten die EDU-Schwerpunkte fürs Jahr 2015. (Bild: Kurt Peter)

WEINFELDEN. Die EDU Thurgau startete gestern das Wahljahr 2015 mit einer Medienkonferenz. «Mit grossem Elan startet die Partei ins entscheidende Wahljahr», sagte Vizepräsident und Kantonsrat Christian Mader. Die EDU wolle im Kanton vor allem auf kommunaler Ebene Erfolge erzielen. Ziel seien Sitzgewinne in den Schulgemeinden, den Gemeindepräsidien und den Parlamenten der Städte. «In Frauenfeld sind wir mit einem Sitz im Gemeinderat, einen weiteren wollen wir gewinnen», erklärte Mader. Zusätzlich trete die EDU in Weinfelden mit der Hoffnung an, einen Sitz zu gewinnen. «In Kreuzlingen und Arbon sind wir noch nicht so weit», sagte er weiter.

Religionsfreiheit für alle

Einer der Themenschwerpunkte der Partei ist die «Islamisierung und deren Folgen in der Schweiz». Kantonsrat Daniel Wittwer stellte fest, dass «viele Politiker dieses Thema grossräumig umfahren, vor allem vor den Wahlen». Doch wer sich der Diskussion verweigere und die Probleme herunterspiele, werde dadurch zum Mittäter des Fremdenhasses und fördere die Parallelgesellschaft, erklärte er. Die EDU stelle sich klar zur christlichen Kultur und ihren Wurzeln. Sie setze sich dafür ein, dass die Religionsfreiheit nicht nur von fremden Religionen eingefordert werden könne, sondern auch von den Christen. «Doch zunehmend werden Christen, insbesondere aus Freikirchen, ohne Grund öffentlich an den Pranger gestellt», sagte Wittwer. Die EDU wolle, dass alle Menschen in der Schweiz mit Anstand behandelt würden, und widersetze sich deshalb jeder Art von Ausländerfeindlichkeit und Rassismus.

In Würde alt werden dürfen

Mit den Themen «Gesundheit» und «Menschenwürde auch im Alter» beschäftigten sich Wahlleiter Heinz Lüscher und EDU-Präsident Hans Trachsel. Das seit 20 Jahren geltende Krankenversicherungsgesetz habe das Versprechen nicht einhalten können, die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen, sagte Lüscher. Die ständig steigenden Prämien seien kaum mehr zu verkraften. Die EDU fordere deshalb eine bessere Zusammenarbeit zwischen der Schulmedizin und der wissenschaftlichen Komplementärmedizin. «Bei chronischen Krankheiten ist die Komplementärmedizin ebenbürtig und massiv günstiger.» Im Bereich der Demenz könne durch den Einsatz pflanzlicher Substanzen der Pflegeaufwand reduziert werden, was Kosten einspare.

Hans Trachsel erwähnte in diesem Zusammenhang, dass diese Erkrankung im Thurgau 190 Millionen Franken koste, «mit steigender Tendenz». Die hohe Lebenserwartung sei eigentlich eine gute Entwicklung. «Doch die Kosten im Gesundheitswesen steigen, und die Gesellschaft muss sich dieser Tatsache stellen.» Die EDU wolle, dass alte, gebrechliche, demente und kranke Menschen in Würde alt werden dürften.