Edith Wohlfender befürchtet sinkende Qualität

WEINFELDEN. Per 1. Januar 2016 traten überarbeitete Weisungen für die Pflegeheime im Thurgau in Kraft. Dabei wurden die Anforderungen an das Pflege- und Betreuungspersonal herabgesetzt (unsere Zeitung berichtete).

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WEINFELDEN. Per 1. Januar 2016 traten überarbeitete Weisungen für die Pflegeheime im Thurgau in Kraft. Dabei wurden die Anforderungen an das Pflege- und Betreuungspersonal herabgesetzt (unsere Zeitung berichtete). SP-Kantonsrätin Edith Wohlfender (Kreuzlingen), ihres Zeichens Geschäftsführerin des Berufsverbands der Pflegefachleute SBK, befürchtet dadurch einen Abbau in der Qualität der Pflege. Deshalb reichte sie eine Einfache Anfrage ein.

Weisungen erneut überarbeiten

Darin spricht sie von einem Durcheinander in der Definition des Pflegefachpersonals. Denn Abschlüsse der deutschen Altenpflegerinnen und Altenpfleger, die auf der Sekundarstufe seien, seien gleich gestellt worden wie der Schweizer Abschluss auf Tertiärstufe. Wohlfender will wissen, was die Beweggründe des Regierungsrates für diese Änderung waren. Sie fragt, wie gross der Regierungsrat das Risiko einschätze, dass durch die Vermischung des Niveaus die Ausbildung zur diplomierten Pflegefachfrau geschwächt wird und die Zahl der Pflegestudierenden an der Berufsschule für Gesundheit des Kantons Thurgau zurückgeht. Sie will zudem wissen, wie der Kanton die hohe Pflegequalität, infolge der versteckten Reduktion des Pfegefachpersonals mit einem Diplom auf Tertiärstufe, weiterhin gewährleisten will. Abschliessend will sie wissen, ob der Regierungsrat bereit ist, die Weisungen erneut zu überarbeiten, und ob sich der Regierungsrat vorstellen könne, den Pflegeinstitutionen die Vorgabe zu machen, dass künftig alle Angestellten mit ausländischer Ausbildung in der Pflege und Betreuung das Berufsanerkennungsverfahren beim Schweizerischen Roten Kreuz durchführen. (mvl)

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