Eberle, Spuhler und Keller-Sutter für Expo-Ja

ST. GALLEN/WEINFELDEN. Wolle die Ostschweiz als Lebens- und Wirtschaftsraum vorankommen, müsse sie sich auf der nationalen Bühne und über die Grenze besser präsentieren. Eine Expo 2027 wäre dafür eine grosse Chance, schreibt das überkantonale Komitee «Chance Expo».

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ST. GALLEN/WEINFELDEN. Wolle die Ostschweiz als Lebens- und Wirtschaftsraum vorankommen, müsse sie sich auf der nationalen Bühne und über die Grenze besser präsentieren. Eine Expo 2027 wäre dafür eine grosse Chance, schreibt das überkantonale Komitee «Chance Expo». Gut drei Wochen vor den Abstimmungen in den Kantonen St. Gallen und Thurgau werben prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft für ein «Ja» zu den Beiträgen von fünf beziehungsweise drei Millionen Franken an den Expo-Planungskredit. Die Idee Expo sei prüfenswert, teilte das überkantonale Komitee mit zahlreichen National- und Ständeräten am Donnerstag mit.

Die Ostschweiz gelte auf Bundesebene als ländlicher Raum und investieren wolle der Bund tendenziell nur noch in die grossen Zentren, schreibt die St. Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter. Diese Entwicklung alarmiere die Ständeräte der beiden Kantone. Dagegen müssten sich die Ostschweizer wehren. Eine Expo könnte dazu einen idealen Rahmen bieten.

In der Wahrnehmung vieler Menschen höre die Schweiz in Winterthur auf. «Ergibt sich aber die Gelegenheit, Gästen beispielsweise das Zentrum der Stadt St. Gallen zu zeigen, so eröffnen sich innert weniger Stunden ganz neue Perspektiven», argumentierte der St. Galler SP-Ständerat Paul Rechsteiner. Laut Pierin Vincenz, Verwaltungsratspräsident der Helvetia Versicherungen, könnte die Expo 2027 die Ostschweiz als Region stärken.

Eberle und Spuhler sind dabei

Das überkantonale Komitee «Chance Expo 2027», dem auch SVP-Vertreter angehören, wehre sich dagegen, dass jetzt schon Zahlen über mögliche Expo-Ausgaben kursierten. Mit dem Planungskredit könnten Finanzierbarkeit und Machbarkeit verlässlich geprüft werden. «Niemand würde einer Expo zustimmen, die nicht finanzierbar ist», schreibt der Thurgauer SVP-Ständerat Roland Eberle.

Eine Chance abzutun, ohne sie seriös zu prüfen, komme für sie nicht in Frage, schreiben der St. Galler SVP-Nationalrat Thomas Müller und sein ehemaliger Thurgauer Amtskollege und Unternehmer Peter Spuhler. (sda)