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«E chlis, eifachs Meitli gsi»

Neunforn Auf Seite 39 des achten Themenhefts berichtet Martha Mezger aus Oberneunforn lebendig und mit wachem Geist über Geschichten aus ihrem Leben: Arbeit, Unfälle, medizinische Versorgung, Freizeit, Nähen, Haushalt – alles Themen, die damals anders wahrgenommen und gelebt wurden.

Im breit gelagerten, zweigeschossigen Fachwerkbau, ursprünglich mit westseitig anschliessender Ökonomie und nordseitiger Schleppdacherweiterung kam Martha Mezger am 15. Dezember 1924 zur Welt und verliess erst im Alter von 87 Jahren ihr Elternhaus. Im alten Haus wurde die Holzfeuerung, die einzige Wärmequelle, mit dem Älterwerden immer mehr zum Problem. «Noch einen Winter mehr hätte ich es allein in meinem Haus nicht mehr geschafft», erklärt die Seniorin.

Nun geniesst sie den Lebensabend im Altersheim in Stammheim glücklich und dankbar. «Me luegt guet zuemer und ich han alles was ich bruche», und fügt schalkhaft hinzu: «Ich bin froh, dass im Chopf no alles guet isch.» Über das vorbeigebrachte neue «Nüfere»-Heft freute sie sich riesig. «Waas? Chumi scho wieder ide Ziitig? Bin ich jetzt plötzli berüehmt? Ich bi doch e chlis, eifachs Meitli gsi…» (ts)

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