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DUSSNANG: Neuer Name, altes Rezept

Der Kneipphof heisst seit gestern Rehaklinik Dussnang. Die alte Bezeichnung entsprach laut den Verantwortlichen nicht mehr der Haupttätigkeit.
Roman Scherrer
Der neue Name prangt bereits prominent neben der Zufahrt der Klinik. (Bild: Olaf Kühne)

Der neue Name prangt bereits prominent neben der Zufahrt der Klinik. (Bild: Olaf Kühne)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Der Name des Dussnanger Kneipphofs ist weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannt. Oder sollte es heissen, der Name war bekannt? Denn seit gestern heisst die Klinik, welche vor 130 Jahren als Wasserheilanstalt gegründet wurde, offiziell Rehaklinik Dussnang.

Wer den Namen Kneipphof zum ersten Mal hörte, dürfte sich wohl eine Kuranstalt vorgestellt haben, die vor allem Wassertreten anbietet. «Genau das war die Überlegung hinter dem Namenswechsel. Der Name Kneipphof hat gegen aussen ein falsches Bild abgegeben», sagt die Geschäftsführerin der Rehaklinik Dussnang, Evelyne Wirz. Tatsächlich hat sich der ehemalige Kneipphof in den letzten Jahren stark auf die medizinische Rehabilitation ausgerichtet. Heute handelt es sich bei rund drei Viertel aller Klinik-Besucher um Reha-Patienten – Tendenz steigend. «Bereits als ich vor rund einem Jahr meine Arbeit im Kneipphof angetreten habe, musste ich mir sagen, dass der Name nicht mehr passt. Mit dem neuen Namen bilden wir nun gegen aussen ab, was wir im Innern hauptsächlich machen», sagt Wirz.

Das Kuren bleibt bestehen

Es sei wichtig gewesen, die Identität des Kneipphofs in den neuen Namen zu übertragen, betont Wirz. Nicht zuletzt wegen seiner Tradition und seines guten Rufs in der Hotellerie. Dass die Klinik nun unter all den Unternehmen untergeht, welche das Wort «Reha» im Namen führen, glaubt die Geschäftsführerin nicht. «Der Markt ist nicht so riesig, unsere Zuweiser kennen uns gut und wissen deshalb, was wir tun. Damit die Identität nicht verloren geht, war es uns wichtig, dass Dussnang im Namen bleibt», sagt sie.

Das Kneippen ist aus dem Namen verschwunden, medizinisch begleitete Kuren werden aber weiterhin angeboten. «Wir wollen das Kurangebot auffrischen und uns allgemein breiter aufstellen», meint Evelyne Wirz. So hat der ehemalige Kneipphof beispielsweise kürzlich ein erstes Präventionsangebot lanciert. Dieses soll älteren Leuten aufzeigen, wie sie möglichst lange gesund und selbstständig zu Hause leben können. Im kommenden Sommer eröffnet die Klinik einen Erweiterungsbau. Bis Anfang 2020 wird sie dadurch über mehr als 200 Betten verfügen und rund 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Bereits mit der Namensänderung schlägt der ehemalige Kneipphof beziehungsweise die Rehaklinik Dussnang ein neues Kapitel auf. Was aber ist seit der Gründung im Jahr 1888 gleich geblieben? «Ich könnte sagen die Cremeschnitten», sagt Evelyne Wirz lachend. «Die werden noch nach einem alten Rezept der Klosterschwestern gemacht.» Ansonsten sei es aber vor allem der Service- und Dienstleistungsgedanke, der die Klinik in ihrer Geschichte stets begleitet habe.

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