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DUSSNANG: «Das Highlight des Jahres»

Das Programm des «Frauen Power Tages» im Katholischen Frauenbund prägten Vorträge und ein Gottesdienst.
Monika Wick
«Unser Leben ist wie ein Mosaik»: Priorin Simone Hofer. (Bild: M. Wick)

«Unser Leben ist wie ein Mosaik»: Priorin Simone Hofer. (Bild: M. Wick)

«Der ‹Frauen Power Tag› ist das Highlight des Jahres», schwärmte Brigitte Ruckstuhl. Seit 40 Jahren nimmt die 80-jährige Märwilerin am vom Katholischen Frauenbund organisierten Anlass teil. Auch dieses Jahr mischte sich die rüstige Rentnerin unter das Publikum. «Ich freue mich, Gleichgesinnte zu treffen und interessiere mich für die Vorträge.»

Tendenz, sich auf das Negative zu fixieren

Erste Referentin war Schwester Simone Hofer. Die Priorin des Klosters St. Katharina in Wil sprach zum Thema «Lebenskunst – Impulse aus Glauben und Logotherapie». Ihren Ausführungen lag die sogenannte sinn-orientierte Therapie des österreichischen Neurologen, Psychiater und Holocaust-Überlebenden Viktor E. Frankl zugrunde. «Unser Leben ist wie ein Mosaik. Es besteht aus grossen und bunten sowie kleineren und düsteren Steinen», erklärte Hofer. «Am Ende des Lebens fügen sie sich zu einem Ganzen zusammen.» Als gegebene Steine bezeichnete die Schwester die Erbanlagen und das Elternhaus. Ergänzt würden sie durch Krankheiten, Gelungenem und Vollbrachtem. «Der Mensch tendiert aber eher dazu, sich auf die negativen Begebenheiten zu fixieren», stellte sie fest. «Gott legt uns keine Aufgaben auf, ohne uns zugleich die Kraft zu geben sie zu ertragen.»

Als zweite Rednerin sprach Beatrix Böni. Die im bernerischen Bleienbach Wohnhafte zog das Publikum mit ihrer mitreissenden Art sofort in ihren Bann und strapazierte die Lachmuskeln, passend zum Thema «Gespräche, die wohltuend beflügeln» aufs Äusserste. Ihre Ausführungen hielten den Frauen den Spiegel vor und sorgten mehr als einmal für zustimmendes Nicken. Laut der Theologin, Radiomoderatorin und Schauspielerin ist eine Kommunikation beflügelnd, wenn sie dem Anliegen Gehör verschafft, zum richtigen Zeitpunkt stattfindet, auch heikle Themen anspricht, sowie Grenzen anerkennt und deklariert. «Am wichtigsten ist es aber, die Sache und die Person auseinanderzuhalten», sagte sie.

Zwischen den Vorträgen besuchten die Frauen einen Gottesdienst. Und zum Abschluss des Anlasses präsentierte die Wilerin Marietta Bosshart eine ausgefallene Jongliershow.

Monika Wick

thurgau@thurgauerzeitung.ch

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