Dunkel, und die Treppen knarren

Die Altbauten des Pflegeheims Eschlikon entsprechen nicht den kantonalen Vorschriften. Sie sollen drei Gebäuden weichen, die zu den Neubauten nebenan passen, wie bei der Präsentation der Gestaltungsplanänderung zu erfahren war.

Adrian Grzonka
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Die beiden Altbauten an der Farbstrasse sollen abgebrochen werden und Neubauten Platz machen. (Bild: Olaf Kühne)

Die beiden Altbauten an der Farbstrasse sollen abgebrochen werden und Neubauten Platz machen. (Bild: Olaf Kühne)

ESCHLIKON. «Der Altbau entspricht nicht allen gesetzlichen Anforderungen.» Dies war das Fazit des kantonalen Auditberichts des Wohn- und Pflegeheims Eschlikon im Jahr 2010. Die aktuelle Diagnose von 2016 ist nicht besser: «Der alte Teil wirkt nach wie vor dunkel und mit seinen knarrenden Treppen altbacken», heisst es dort.

Dass Handlungsbedarf bestehe, dessen sei er sich schon lange bewusst, sagte Heimleiter Eduard Wassmer am Donnerstagabend bei der Informationsveranstaltung zur Gestaltungsplanänderung. Das Altersheim bestehe bereits seit rund 80 Jahren und sei stetig ausgebaut worden. Man sei nun an einem Punkt angelangt, an dem sich Renovationen der alten Bausubstanz kaum mehr lohnen würden. Deshalb habe das Pflegeheim – auch als Reaktion auf den Auditbericht – eine Gestaltungsplanänderung bei der Gemeinde eingereicht, damit der geplante Bau bald realisiert werden könne.

Einheitliches Erscheinungsbild

Vorgesehen sei ein Ensemble von insgesamt fünf Bauten mit einheitlichem Erscheinungsbild, sagte Architekt Werner Widmer, der die Gestaltungsplanänderung erarbeitet hatte. Dafür sollen an der Stelle der alten Häuser an der Farbstrasse drei Gebäude errichtet werden, die in ihrer Architektur den Neubauten an der Kapellstrasse glichen.

Dabei werde vor allem der geplante Bau an der Kreuzung Kapellstrasse/Farbstrasse mehr Platz bieten: Dies wegen eines flacheren Daches, das in der obersten Etage eine durchgehende Nutzung ermöglicht. Auch der südliche Trakt soll erweitert werden: Dieser wird anstatt den bisherigen zwei neu drei Stockwerke haben.

Zudem ist eine Tiefgarage geplant, die dem Parkplatz-Mangel vor den Gebäuden Abhilfe schaffen soll. Speziell an Wochenenden und bei Anlässen im Wohn- und Altersheim stünden zu wenig Parkmöglichkeiten zur Verfügung, sagte Wassmer.

Damit der geplante Bau möglich werde, sei eine Gestaltungsplanänderung erforderlich, sagte Widmer. Derzeit sei das Grundstück in der Zone WG3, auf dem dreistöckig gebaut werden dürfe. Diese Höhe werde mit den Neubauten nicht überschritten. Allerdings sei der südliche Neubau für die jetzige Zone zu lang, weshalb eine Änderung nötig sei.

Bau in zwei Etappen

Wird der Gestaltungsplan und später das Baugesuch bewilligt, wird in zwei Etappen gebaut: Während des Baus des südlichen Teils sollen dessen Bewohner vorübergehend im nördlichen Altbau untergebracht werden. Während der Errichtung des nördlichen Teils werden deren Bewohner bei ihren südlichen Nachbarn untergebracht.

Insgesamt steigt die Kapazität des Altersheims nicht beträchtlich: 60 anstelle der jetzigen 52 Zimmer sollen künftig zur Verfügung stehen.

Werner Widmer Architekt und Raumplaner (Bild: Adrian Grzonka)

Werner Widmer Architekt und Raumplaner (Bild: Adrian Grzonka)

Die fünf Bauten sollen neu architektonisch einheitlich sein. (Bild: Adrian Grzonka)

Die fünf Bauten sollen neu architektonisch einheitlich sein. (Bild: Adrian Grzonka)