Drei Vorstösse der SVP gegen den Lehrplan 21

WEINFELDEN. Thurgauer SVP-Kantonsräte haben eine Motion, eine Interpellation und eine Einfache Anfrage eingereicht, die sich alle gegen den Lehrplan 21 richten.

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Über Lehrpläne soll nicht mehr der Regierungsrat, sondern der Grosse Rat entscheiden, fordert die Motion von Andrea Vonlanthen (Arbon), Daniel Vetterli (Rheinklingen) und Urs Martin (Romanshorn) sowie 30 Mitunterzeichnern. Nur mit einem Ratsentscheid mit Referendumsmöglichkeit sei die Akzeptanz des Lehrplans zu erreichen. Der Grosse Rat solle den Lehrplan nur als Ganzes annehmen oder ablehnen können.

Mehr Schule als anderswo

Vetterli und Urs Schrepfer (Busswil) sowie 49 Mitunterzeichner weisen in ihrer Interpellation daraufhin, dass Thurgauer Primarschüler von der 1. bis zur 6. Klasse 6680 Lektionen absolvieren, während der Deutschschweizer Durchschnitt bei 6434 liegt. Das Tempo im Unterricht habe zugenommen, die Zeit für Repetitionen fehle. Die Interpellanten wollen wissen, ob der Regierungsrat die Stundentafel mit dem Lehrplan 21 anpassen wolle. Weiter kritisieren sie, dass der Lehrplan 21 christliche Grundsätze der Erziehung durch Gender und Selbstverwirklichung ersetze. Urs Martin und Hermann Lei (Frauenfeld) wollen mit einer Anfrage erfahren, ob der Regierungsrat sich an den Kosten des Lehrplans 21 beteiligt hat. Es handle sich um einen Auftrag aus dem HarmoS-Konkordat, der vom Thurgauer Volk abgelehnt wurde. (wu)

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