Drei unterschiedliche Methoden

Zur untiefen Geothermie: Dabei wird anhand von Bohrungen bis 300 Meter in den Untergrund gebohrt. Mit dem Einsatz von Wärmepumpen wird Wasser im Bereich von 20 Grad für Haushalte genutzt.

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Zur untiefen Geothermie: Dabei wird anhand von Bohrungen bis 300 Meter in den Untergrund gebohrt. Mit dem Einsatz von Wärmepumpen wird Wasser im Bereich von 20 Grad für Haushalte genutzt.

In Schlattingen setzt Hansjörg Grob seit 2010 auf Geothermie. Er pumpt aus circa 1200 Metern Wasser an die Oberfläche und nutzt die Wärme für die Heizung seiner Gemüsegewächshäuser. In eine ähnliche Erdschicht wurde auch in Kreuzlingen gebohrt. Das Hallenbad Egelsee nutzt dadurch Erdwärme für die Beheizung des Badewassers.

Bei der Tiefengeothermie wird bis zu 6000 Meter tief gebohrt. Dort weist die Erdkruste Temperaturen bis 200 Grad auf. In der Tiefengeothermie wird ausserdem zwischen der hydrothermalen und der petrothermalen Geothermie differenziert.

Das Kraftwerk Insheim nutzt die hydrothermale Methode. Sie nutzt Wasser im Untergrund in Gesteinsschichten – sogenannte Aquifere. Das siedende Wasser wird über Pumpen an die Erdoberfläche gebracht. Das Wasser dient zur Wärmegewinnung oder zur Stromproduktion. Das abgekühlte Wasser wird in einem Kreislauf wieder in den Untergrund gelassen und dort erneut erhitzt.

Bei der petrothermalen Form führen die aufgebohrten Gesteinsschichten kein Wasser. Über eine erste Bohrung wird Wasser mit Hochdruck in den Untergrund gepresst, so dass kleine Risse im Gestein entstehen. Über eine zweite Bohrung wird ein künstlicher Wasserkreislauf in Gang gesetzt.

Ab circa 200 Grad kann ausserdem Strom produziert werden. Der Wasserdampf treibt in einem Kraftwerk Turbinen und Generatoren an. Zusätzlich wird die Abwärme zur Heizung von Wohnungen verwendet. (sko)