Drei Thurgauer mit XXL-Kürbissen

Der Kesswiler Edi Vogel und das Ehepaar Wiesli aus Dozwil hatten in diesem Jahr eine glückliche Hand. Mit ihren Prachtsexemplaren schafften sie es aufs Siegertreppchen.

Inge Staub
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Für den Transport ihrer Riesenkürbisse benötigen sie maschinelle Hilfe: Edi Vogel (Mitte), Jürg und Brigitte Wiesli. (Bild: pd)

Für den Transport ihrer Riesenkürbisse benötigen sie maschinelle Hilfe: Edi Vogel (Mitte), Jürg und Brigitte Wiesli. (Bild: pd)

Der schwerste Schweizer Kürbis kommt in diesem Jahr aus Kesswil. Er wiegt 512,6 Kilogramm. Mit diesem Prachtexemplar gewann Edi Vogel am Wochenende in Jona die Schweizer Meisterschaft im Kürbiswiegen.

Vogel hat schon mehrmals am Wettbewerb teilgenommen. Erstmals schaffte er es nun zuoberst auf die Siegertreppe. «Das Kürbisziehen bringt jedes Jahr eine Überraschung», sagt der 65-Jährige. «Ich habe drei Pflanzen gesetzt, der kleinste Kürbis wurde der grösste.»

Riesenzwiebel aus Dozwil

Den zweiten und dritten Platz belegen ebenfalls Thurgauer. Der Kürbis von Jürg Wiesli aus Dozwil brachte 477,4 Kilogramm, jener seiner Frau Brigitte 278 Kilogramm auf die Waage. Jürg Wiesli trumpfte schon mehrfach mit Riesengemüsen auf. In diesem Jahr stellte der SVP-Kantonsrat erneut vier Schweizer Rekorde auf. Besonders seine Riesenzwiebeln beeindruckten die Besucher auf dem Bächihof in Jona. Sein Prachtexemplar von 2,4 Kilogramm und 55 Zentimeter Umfang war neben seiner 4,47 Meter hohen Maispflanze der Blickfang. Auch Edi Vogels Frau Margrit gewann einen SchweizerMeister-Titel. Sie züchtete eine Peperoni von 510 Gramm.

Wie schaffen es die Familien Vogel und Wiesli alljährlich, XXL-Gemüse zu ernten? «Wir haben einen sehr guten, nährstoffreichen Boden», sagt Margrit Vogel. Ihre Riesen-Peperoni ist aus einer ganz normalen Peperoni-Pflanze entstanden. Die Bäuerin verrät: «Ich habe sie in den Tunnel zu den Kürbissen von meinem Mann gesetzt und ihr gut Wasser gegeben.»

Gemüse züchten ist ihr Hobby

Margrit Vogel wird die preisgekrönte Peperoni demnächst verarbeiten: «Ich bereite daraus zusammen mit Zucchetti ein Ratatouille». Margrit und Edi Vogel betreiben eine Beerenkultur. Das Züchten von Riesengemüse ist ihr Hobby. Will man besonders grosse Kürbisse ernten, muss man die Pflanzen überdecken. «So sind sie vor Temperaturschwankungen und vor Hagel geschützt», betont Edi Vogel. Als Beerenproduzent hat er ein Faible für Kürbisse, denn botanisch gesehen sind Kürbisse Beeren.

Das Kürbiswiegen fand zum 17. Mal im Zürcher Oberland statt. 2014 schaffte ein Kürbis aus Pfungen mit 1054 Kilogramm den Weltrekord. Preisgelder gehen an die ersten fünf Plätze. Sie liegen bei 100 bis 1500 Franken.