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Drei fertige Bauten auf einen Schlag

Schlatt Gestern wurden beim Bahnhof Paradies-Schlatt gleich drei Objekte aufs Mal eingeweiht: Eine Zufahrtsstrasse, ein Bahnübergang und eine Deponie.

Und an diesem Brei haben viele Köche mitgemischt: Damit die Deponie der Firma Parinag AG möglich wurde, brauchte es eine neue Zufahrtsstrasse und diese wiederum bedingte einen Bahnübergang, den es noch nicht gab. Trotz der Komplexität des Gesamtpakets, und obwohl die SBB selten bis nie neue Bahnübergänge bewilligen, kam es schliesslich zusammen – und wurde gestern eingeweiht. Ort des Geschehens: Das Areal der Keller Ziegeleien beim Bahnhof Paradies-Schlatt.

Schleppender Werdegang der Deponie

Zur kleinen Feier trafen sich rund 30 geladene Gäste um die Mittagszeit im kleinen Festzelt. Anwesend waren unter anderem auch die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag, zuständig für das Departement Bau und Umwelt, Marianna Frei als Gemeindepräsidentin von Schlatt und Rainer Saxer als Verwaltungsratspräsident der Firma Parinag.

Zwischen Apéro und gemeinsamem Mittagessen erläuterte das hochrangige Trio den Werdegang der nun einzuweihenden Deponie, wobei Parinag-Geschäftsführer Raffaele Quirici moderierte. Rainer Saxer liess die Geschichte und darin vor allem das letzte, nicht ganz einfach zu bewältigende Kapitel der Firma, Revue passieren. Er erklärte auch die Herkunft des Firmennamens, der nichts anderes als Paradies AG bedeutet und für die Deponie der Firma auf dem Ziegeleigelände steht: «Wir sind die einzige Deponie, die im Garten Eden geduldet wird.» Doch diese Duldung, musste sich die Firma gemeinsam mit der Ziegelei Keller, die eine neue Lehmgrube eröffnen will, hart erkämpfen. Anwohner der Ziegeleistrasse hatten wegen des Lastwagenverkehrs Einspruch erhoben und waren bis vors Bundesgericht in Lausanne gegangen. Dort war ihre Einsprache insofern gestützt worden, als die Bewilligung schliesslich an Auflagen gekoppelt wurde: Die Firmen mussten eine Erschliessungsstrasse mit eigenem Bahnübergang von der Durchgangsstrasse her bauen, so dass die Ziegeleistrasse nun gleichsam links liegen gelassen werden kann.

Platz für 470000 Tonnen Bauschutt

Die SBB zogen kulanterweise mit, und nun konnte also der neue Bahnübergang samt Zufahrtsstrasse und neuer Deponie – eine gewaltige, aufgegebene Lehmgrube von rund 200 Metern Durchmesser und 30 Metern Tiefe – in Betrieb genommen werden. Sie wird wohl für zehn Jahre reichen, dann wird sie bis zu zwölf Meter über dem gewachsenen Terrain mit rund 470000 Kubikmetern Bauschutt aus den beiden Kantonen Thurgau und Schaffhausen gefüllt sein. Und ein Stück dahinter wird bis dann eine neue, eindrückliche Lehmgrube der Ziegelei entstanden sein. Heute Samstag findet von 10 bis 15 Uhr ein öffentlicher Besuchstag statt.

Ernst Hunkeler

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

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