«Dream Windows» gewinnt

Rahel Müller ist Siegerin des Wettbewerbs «Kunst und Bau». Für das Bildungszentrum für Technik BZT in Frauenfeld wird ihr Projekt «Dream Windows» realisiert.

Margrith Pfister-Kübler
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«Gegensatz schaffen zur technischen Welt»: Rahel Müller. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Gegensatz schaffen zur technischen Welt»: Rahel Müller. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

frauenfeld. «Dies ist die schwerste Kunst, die ich je gemacht habe», witzelte die Wettbewerbsgewinnerin Rahel Müller. Die neun Bilder werden 3609 Kilo schwer, 17 Millimeter dick, und jedes einzelne Bild wiegt 401 Kilo. «Dream Windows» sind schwarz-grün getönte Grossfotografien mit Landschaftsmotiven. Mit den 150 auf 225 Zentimeter grossen Bildern evoziert die Künstlerin Traumvorstellungen: den Traum vom Nichtstun, vom Reisen, von Wildheit, Aufgehobensein, Kraft, Abenteuer, Schönheit, Geborgenheit und Leichtigkeit.

Das Kunstwerk wird erstmals Ende April 2011 zu sehen sein.

Träume und Visionen

Rahel Müller: «Ich wollte nicht auf die Berufswelt eingehen, sondern den jungen Berufsleuten, die vielleicht nicht immer lernfreudig in dieses Gebäude gehen, einen Gegensatz schaffen zur technischen Welt, eine Vision davon geben, wie die Welt ausgesehen haben könnte, bevor Menschen auf dem Planet waren. Ein bisschen Träume und Visionen ermöglichen.

» Bei den Kunstwerken war darauf zu achten, dass der Brandschutz stimmt und dass sie vandalensicher sind.

Das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau hatte den zweistufigen Wettbewerb für die künstlerische Gestaltung am Bau 2 des Bildungszentrums für Technik BZT Frauenfeld ausgeschrieben. Total waren 13 Kunstschaffende eingeladen, ihre Wettbewerbsbeiträge einzureichen.

«Auf hohem Niveau»

Mit der Eröffnung der Ausstellung am letzten Freitag mit allen Projekten im Foyer des Verwaltungsgebäudes in Frauenfeld durch Kantonsbaumeister Friedli sowie Humbert Entress, Vorsitzender der Jury, Projektleiter Walter Metzger und die Kunstschaffenden wurde speziell die Arbeit von Wettbewerbsgewinnerin Rahel Müller gewürdigt. «Alle Arbeiten waren auf hohem Niveau», betonte Friedli, «deshalb zeigen wir auch alle in der Ausstellung.»

Für eine vertiefte Ausarbeitung wurden Ernst Thoma, Stein am Rhein, mit «Lichtspiel», Rahel Müller, Pfyn, mit «Dream Windows» und Richard Tisserand, Eschenz, mit «Viseur» eingeladen. Die Jury entschied sich für «Dream Windows» von Rahel Müller. «Wir haben hart gerungen», so Jurypräsident Humbert Entress zum Mehrheitsentscheid. Die Kostenvorgabe für das Kunstwerk liegen bei 75 000 Franken. Der Gesamtkredit für den Um- und Neubau des BZT liegt bei 19,4 Millionen. Die Jury hat auf ihr Honorar verzichtet.

Die Ausstellung im Verwaltungsgebäude an der Promenadenstrasse in Frauenfeld dauert bis 15. Juli.

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