«Drang zur Kunst»

Nachgefragt

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Die Thurgauer Schwester Chantal Hug aus dem Benediktinerkloster Melchtal (OW) eröffnet dieses Wochenende ihre Kunstaustellung im Kloster Mariastein im Kanton Solothurn.

Schwester Chantal Hug, Sie sind in Sulgen aufgewachsen. Wie sind Sie ins Kloster Melchtal gelangt?

Ich besuchte das Lehrerseminar in Kreuzlingen. Danach durfte ich im Kloster Fischingen und später auch in Melchtal unterrichten und bin dann ins Benediktinerinnenkloster eingetreten.

Was bedeutet Ihnen die Kunst?

Sie hat mich immer sehr erfüllt. Ich durfte bei einigen Künstlern über die Schulter schauen, das war sehr inspirierend.

Wie viele Ausstellungen haben Sie schon gehabt?

Mit Mariastein sind es 49. Für mich sind die Ausstellungen eine schöne Gelegenheit, neue Menschen kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Was drücken Ihre Werke aus?

Hauptsächlich sind es Auseinandersetzungen mit Glaubensinhalten. Meist stelle ich verschlüsselt Themen aus dem Evangelium dar. Oft faszinierte mich aber auch die Schönheit der Natur.

Ist Kunst für Sie Ausgleich oder Ergänzung zum Klosterleben?

Ein Bedürfnis, ein innerer Drang. Bisweilen war das Malen für mich eine mir eigene Art von Beten. Also Ausgleich oder Ergänzung.

Mit welcher Technik arbeiten Sie am liebsten?

Ganz klar Aquarelle. Ich durfte in all den Jahren schon etwa 1500 von ihnen und 500 in Bronze gegossene Skulpturen herstellen und auch verkaufen. (gbo)