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Dorfplatz statt Dorfbeiz

SIRNACH. Das Restaurant Brückenwaage war einst der Treffpunkt in Sirnach. Die baufällige Liegenschaft soll nun einem Dorfplatz weichen. Zu diesem Schluss kommt ein Workshop von Behörden und Bevölkerung.
Christof Lampart
Am meisten Punkte bekam am Workshop die Variante Dorfplatz zugesprochen. (Bild: Christof Lampart)

Am meisten Punkte bekam am Workshop die Variante Dorfplatz zugesprochen. (Bild: Christof Lampart)

Am Samstagvormittag lud die Politische Gemeinde Sirnach Personen aus Politik, Schule, Vereinen sowie Nachbarn und einige Interessierte zu einem Workshop zum Thema «Areal Brückenwaage» in den Mehrzwecksaal Busswil ein. Insgesamt nahmen 38 Personen daran teil.

Ziel der Veranstaltung war es, innert weniger Stunden mittels intensiver Diskussion und abschliessender Abstimmung jene Variante zu finden, welche vom Gemeinderat weiter ausgearbeitet und dem Souverän an der nächsten Gemeindeversammlung im Mai vorgelegt werden soll.

Mit Einsprachen rechnen

Zur Auswahl standen die Varianten «Umbau», «Neubau» und «Abriss und Platzgestaltung», welche im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, die vom Gemeinderat in Auftrag gegeben worden war, erarbeitet wurden.

Wie es sich schnell einmal zeigte, hatte jede Variante ihre Vor- und Nachteile. Ein Umbau und somit Erhalt der «Brückenwaage» würde wohl zu den wenigsten denkmalpflegerischen Konflikten führen und zudem das Erscheinungsbild des Dorfes konservieren. Für einen Neubau sprach die grosse Freiheit bezüglich Gestaltung und Nutzung.

Anspruchsvoller Standort

Mit einem Neubau könne sich Sirnach als dynamische und zukunftsgerichtete Gemeinde positionieren, sagten viele. Dem gegenüber standen relativ hohe Kosten und die Gefahr, dass durch die «neue» Architektur das Dorfzentrum verschandelt werden könnte. Auch müsse man an einem so sensiblen Platz wohl mit der einen oder anderen Einsprache rechnen, was das Projekt verzögere und verteuere, war zu hören. Und dann sei es um die Linde schade, die einem Neubau wohl weichen müsse.

Mit einem Platz anstelle des Gebäudes könne man ein echtes Dorfzentrums schaffen, bei insgesamt geringen Kosten. «Wir könnten einen Platz schaffen, wie es ihn bis jetzt in Sirnach überhaupt nicht gibt», erklärte ein Redner. Zudem könne man später immer noch auf dem Platz bauen, wenn dieses Bedürfnis einmal vorhanden sein sollte, so der Tenor in der Diskussion. Auch liesse sich die Verkehrssituation rund um die «Brückenwaage» so wohl am besten lösen, und zugleich könnte man die Linde stehen lassen. Gegen den Platz sprach, dass dieser wohl nur in der warmen Jahreszeit nutzbar sei.

Den Platz beleben

Zudem sei es wahrscheinlich, dass beim Zustandekommen eines Dorfplatzes die Bewohner im Unterdorf mit mehr Lärm rechnen müssten. Auch reiche es nicht einfach, einen Platz hinzustellen. Man müsse auch einiges tun, damit die Bevölkerung diesen annehme, gab ein Mann zu bedenken. Negativ sei auch, dass bei einem Platz die Gemeinde finanziell keine Rendite erzielen könne, ganz im Gegenteil zu den beiden anderen Varianten.

Deutliches Resultat

Am Schluss war das Resultat deutlich. In der Abstimmung, bei der jeder Abstimmende mehrere Punkte vergeben konnte, schwang der Platz mit 47 Punkten obenaus, was Gemeindeammann Kurt Baumann in der Deutlichkeit überraschte (siehe Kasten). Auf den weiteren Plätzen folgten der Neubau mit 32 und der Umbau mit 22 Punkten.

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