Dorfladen mit viel Zulauf

SCHLATT. Die Landi Schlatt und Umgebung ist gut unterwegs. 4000 neue Kunden kaufen im Volg ein.

Roland Müller
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Mit durchaus erfreulichen Zahlen warteten die Geschäftsführung und der Vorstand der Landi Schlatt an der Generalversammlung vergangenen Freitagabend auf. Wohl ist laut Geschäftsführer Martin Ritzmann der Gesamtumsatz um 1,8 Prozent auf 20,74 Millionen Franken gesunken. Doch die wichtigen Kerngeschäfte konnten ihre Umsätze halten oder gar steigern.

Im Bereich Agrar mit dem Agrarhandel, welcher die Sparten Hilfsstoffe und Futtermittel beinhaltet, legte man leicht zu, ebenfalls bei den Landprodukten mit der Getreidesammelstelle und dem Kartoffelhandel.

Der Dorfladen als Zugpferd

Zufrieden zeigte sich Ritzmann mit dem Geschäftsverlauf im TopShop in Diessenhofen und dem Volg-Dorfladen in Schlatt. Der Shop verzeichnete an den 360 Öffnungstagen fast 200 000 Kunden. Der Umsatz stieg erneut um rund zwei Prozent auf knapp 2,5 Millionen Franken an. Gar um drei Prozent wuchs der Umsatz im Schlatter Dorfladen und überschritt erstmals die Grenze von zwei Millionen. «Wir durften 96 000 oder beachtliche 4000 zusätzliche Kunden gegenüber dem Vorjahr begrüssen», stellte Ritzmann fest. Zugleich erweise sich auch die Postagentur als kleine Erfolgsgeschichte, welche einen erfreulichen Dienstleistungsertrag abwerfe. Nur der Landi-Markt will immer noch nicht so recht auf Touren kommen. «Wohl verzeichnete man auch hier mehr Kundschaft, doch der Einkauf pro Kunde sank um 1,50 auf 28,40 Franken», sagte Ritzmann.

Mehr Treibstoff verkauft

An den Tankstellen wurden volumenmässig vier Prozent mehr Treibstoff als im Vorjahr abgesetzt. Doch der Bereich Kundentank spürt die Energiewende mit einem fast 20 Prozent geringeren Umsatz. Auch in der eigenen Bäckerei verzeichnete man ein kleines Umsatzplus.

Vom gesamten Betriebsertrag von 3,17 Millionen Franken gehen 73 Prozent zulasten der Personalkosten. Der Personalbestand liegt bei 37 Mitarbeitern. Zudem fällt der Unterhalts- und Betriebsaufwand im Umfang von 225 000 Franken oder neun Prozent stark ins Gewicht. «Der durchaus gute Abschluss erlaubt uns, sämtliche notwendigen und möglichen Abschreibungen und Rückstellungen im Umfang von 411 000 Franken vorzunehmen», sagte Genossenschaftspräsident Walter Monhart.

Monhart kam mit Blick auf die anstehenden Fusionen der vier Weinländer Landis auf die Situation von Schlatt zu sprechen: «Wir führen mit den Landis östlich von uns Gespräche über mögliche Formen einer engeren Zusammenarbeit. Dabei sind aber weder angedachte oder gar konkrete Beschlüsse gefallen.»

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