Differenzen mit Bürglen

Murgspritzer

Stefan Hilzinger
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Stöck und Wiis gibt es nicht beim Differenzler-Jass – und Frauenfeld hatte auch keinen Stich. Sang- und klanglos ging die Hauptstadt unter im donnerstäglichen TV-Wettjassen gegen Bürglen. Frauenfeld hatte sich so gefreut, Kilchsperger, Scherrer und Co. morgen auf dem Mätteli zu begrüssen. Nun ist halt das Dorf zwischen Weinfelden und Sulgen an der Reihe. Ist auch gut so, denn die Schweiz kannte die Gemeinde bisher nur als Wohnort des sogenannten Müll-Kosovaren. Nun können sich das Schloss, die Ziegelei und die Piranha-Teststrecke der Mowag von ihrer schönsten Seite zeigen.

Einen solchen TV-Anlass zu beherbergen ist ein gewaltiger Lupf. Dank ausgeliehener Frauenfelder Festgarnituren sollte es genug Sitzgelegenheiten haben. Im ungekehrten Fall wären auch Bürgler Festbänke nach Frauenfeld transportiert worden. Schliesslich werden einige hundert Jass-Fans erwartet, wenn Roman Kilchsperger sein «Guete-n-Obig» anstimmt.

Der «Donnschtig-Jass» ist in Bürglen ehrlichweise ohnehin besser aufgehoben, nur schon wegen Reto Scherer, dem ubiquitären Weinfelder. Denn einem Frauenfelder geht der Name der Sendung nur schwer über die Zunge. Schliesslich heisst der Donnerstag hierzulande Dunnschtig, nur jenseits der Beggeli-Grenze östlich der Bonau, na ja... Donnschtig.

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch