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DIESSENHOFEN: Mit Holz in die Zukunft

Für den geplanten Neubau des Schulhauses Zentrum hat die Volksschulgemeinde das Siegerprojekt gekürt. Über den Holzbau und das Gesamtkonzept entscheiden die Stimmbürger in naher Zukunft.
Dieter Ritter
Die Visualisierung zeigt das Siegerprojekt Janus des neuen Schulhauses Zentrum. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt das Siegerprojekt Janus des neuen Schulhauses Zentrum. (Bild: PD)

Dieter Ritter

unterseerhein

@thurgauerzeitung.ch

Die Volksschulgemeinde Diessenhofen (VSGDH) plant einen Neubau für die Primarschule Zentrum sowie beim Oberstufenschulhaus Letten neue Bungalows. Am Freitag präsentierte die VSGDH das Projekt Zentrum, rund und 70 Gäste kamen zur Präsentation ins Foyer des Schulhauses Letten. Das heutige Schulhaus sei nicht mehr bedürfnisgerecht und eine Sanierung wäre aufwendig, sagte Schulpräsident Jörg Sorg. «Es soll abgerissen werden und Platz machen für einen Bau nach neuesten Erkenntnissen und moderner Technologie.» Sieben Architekten erklärten mit Zeichnungen und Gipsmodellen ihre Vorschläge für den Neubau. Ihre Arbeiten wurden im Rahmen des Wettbewerbs «Ersatzneubau Schulhaus Zentrum» ausgewählt und prämiert. Die Details aller 72 eingereichten Vorschläge sind seit drei Wochen in der ehemaligen Letten-Turnhalle ausgestellt. Jörg Sorg und Hansruedi Stör, in der Schulbehörde für Finanzen und Liegenschaften zuständig, vertraten die VSGDH in der Jury. «Die weiteren Mitglieder waren hochkarätige Baufachleute. Ich war begeistert, mit welcher Tiefe sie die vielen Vorschläge beurteilten», sagte Sorg. Es sei ein Projekt für die Zukunft und ein Beitrag an die Standortqualität.

Sieger des Wettbewerbes ist das Projekt Janus des Basler Architekturbüros Tomas Fischer. Fischer und sein Team realisierten schon zahlreiche Schulhäuser. Janus ist ein zweistöckiger Bau mit Holzverkleidung. Er ordnet sich dem prominenten, denkmalgeschützten Primarschulhaus unter und bewahrt dessen Würde und Autonomie. Von der Strasse ist nur die bescheidene Schmalseite des Neubaus zu sehen. Alle nicht tragenden Wände werden in Leichtbauweise ausgeführt, so dass spätere Raumanpassungen möglich sind. Gemeinsam genutzte Räume sind im Hochparterre vorgesehen, die Klassenzimmer im ersten Stock. Der Bau erfüllt die Minergie-P-Kriterien. Die Nutzung passiver Wärmequellen wie Sonnenenergie ist möglich. Das Energiekonzept sei noch offen, erklärte Sorg.

Totalkosten von etwa 16 Millionen Franken

Im Idealfall kann das Schulhaus 2020 bezogen werden. Nächste Schritte sind die Anträge an den Gemeindeversammlungen im Mai für den Planungskredit und im nächsten Herbst für den Baukredit. Baubewilligungsbehörde ist der Stadtrat. «Dem steht aus meiner Sicht nichts im Weg», sagte Sorg. Der Kanton habe das alte Schulhaus Zentrum als «nicht schützenswert» beurteilt.

Der Neubau Zentrum ist Teil eines Gesamtkonzeptes, das total etwa 16 Millionen Franken kosten wird. Geplant ist, alle Räume für die Oberstufe beim Schulhaus Letten zusammenzufassen. Die ehemalige Turnhalle würde abgerissen. Seit die Dreifachhalle 2011 bezogen wurde, steht sie leer. Am Westrand des Pausenplatzes sollen Bungalows gebaut werden. Nebst Klassenzimmern sind ein Werkraum, eine Schulküche und eine Aula geplant. «Wir haben heute keinen Raum, in dem alle 210 Oberstufenschüler Platz haben», sagte Sorg. Voraussichtlich an der Gemeindeversammlung im Mai 2018 wird über den Baukredit von etwa sechs Millionen Franken für die Bungalows abgestimmt.

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