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DIESSENHOFEN: Kultur- und Gastrobetrieb im "Leue": Das muss nicht das Ende sein

Ende April ist im «Leue» Schluss mit dem Kultur- und Gastronomiebetrieb, den ein Trägerverein aufrecht erhalten hat. Falls sich aber ein neuer Wirt findet, ist auch in Zukunft ein Restaurant möglich.
Thomas Brack
Vor dem «Leue»: Verena Piatti, Präsidentin der Genossenschaft «Wohnen plus», mit Annagret Wirth, Mitglied des Genossenschaftsvorstands und Wirtin für den Leue-Trägerverein «malz&malt». (Bild: Thomas Brack)

Vor dem «Leue»: Verena Piatti, Präsidentin der Genossenschaft «Wohnen plus», mit Annagret Wirth, Mitglied des Genossenschaftsvorstands und Wirtin für den Leue-Trägerverein «malz&malt». (Bild: Thomas Brack)

Thomas Brack

unterseerhein

@thurgauerzeitung.ch

Das Gasthaus Löwen ist eine Tradition. Erstmals fand es 1455 Erwähnung. Der «Leue» hat schon viel kommen und gehen gesehen. Seit Mai 2016 gehört die Liegenschaft in Diessenhofens historischem Stadtkern der Genossenschaft «Wohnen plus». Und nun geht das Projekt «Leue – Üsi Beiz» zu Ende. Ende April wird der Betrieb eingestellt.

Während der vergangenen zweieinhalb Jahren führte ein Verein das alte Gasthaus. Geöffnet war es von Donnerstag bis Samstag, geboten wurde Kulinarik und regelmässig auch Kultur. Aber das muss nicht das Ende von Gastronomie im «Leue» bedeuten, wie Verena Piatti, Präsidentin der Genossenschaft «Wohnen plus» erläutert.

Genossenschaft hat zu fairen Konditionen vermietet

«Wir wollten nicht, dass der ‹Leue› zum Spekulationsobjekt wird und möglicherweise Wohnungen darin gebaut werden. Deshalb haben wir die Liegenschaft gekauft und dem darin schon tätigen Trägerverein die Lokalität zu fairen Konditionen vermietet. Dieses Bijou im Herzen der Altstadt soll weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich bleiben», sagt Genossenschaftspräsidentin Piatti. Trotz des Endes von «Leue – üsi Beiz» soll das historische Gebäude für Gäste ein Ort der Begegnung und des Austauschs bleiben. Dank lokaler Unterstützung mit Darlehen und Anteilskapital konnte die Genossenschaft den Kauf und die kürzlich erfolgte erste Etappe der Renovierung inklusive Sanierung des Erkers abschliessen.

Und Präsidentin Piatti erklärt weiter: «Zudem existiert eine Auflage der Genossenschaft zur Kostenmiete. Das heisst: Obschon der ‹Leue› selbsttragend sein soll – Darlehen und Hypotheken miteingerechnet – muss keine Rendite erzielt werden.» Eine Sitzung mit einem Gastro-Berater hat ergeben, dass das Betreiben eines Restaurants eine grosse Herausforderung darstellt. Doch laut Piatti hat sich ein mögliches Profil eines Pächters herausgeschält: «So ist der Besitz eines Wirtepatents eine unerlässliche Voraussetzung.» Nebst einem aussergewöhnlichen Engagement würde die Genossenschaft von einem zukünftigen Pächter auch kreative Ideen sowie ein ausgeprägt regionales Angebot. Wünschenswert wäre ein Tagesbetrieb mit preiswerten Menüs über Mittag. Nebst der Kochkunst sollte der potenzielle Betreiber ebenfalls über ein gewisses Flair für die anderen Künste wie Musik oder bildende Kunst verfügen.

Aufhören, bevor es finanziell zu spät ist

Der bisher aktive Trägerverein war breit abgestützt mit Vertretern von «Forum attraktives Diessenhofen», «malz&malt» sowie «nix ist fix». Die Betreiber steckten viel Herzblut und ehrenamtlichem Engagement in den «Leue». Sinkender Umsatz und steigende Kosten waren die Gründe fürs Aufhören. Der Verein wollte abschliessen, solange finanziell noch kein Scherbenhaufen besteht. Die Last der Bewirtung verteilte sich auf immer weniger Schultern, und auch der Besucherandrang hielt sich zunehmend in Grenzen. Auf der Webseite der Leue-Events ist zu lesen: «Das Führen eines Restaurants mit einer Bewilligung als Gelegenheitswirtschaft mit beschränkten Öffnungszeiten stellt längerfristig eine grosse Herausforderung dar.»

Ansprechpartnerin für interessierte Gastronomen ist stellvertretend für «Wohnen plus», Lisa Schwager: 052 742 07 83 oder l.s@muellerspecht.ch

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