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DIESSENHOFEN: Klänge von Vater und Sohn

Mit Stücken von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel fand die 25. Rathauskonzert-Reihe ein Ende.
Dieter Ritter
Leila Schayegh und Jörg Halubek im Rathaussaal. (Bild: Dieter Ritter)

Leila Schayegh und Jörg Halubek im Rathaussaal. (Bild: Dieter Ritter)

Leila Schayegh an der Violine und Jörg Halubek am Cembalo eröffneten das Konzert mit einer Komposition in D-Dur des Bach-Sohns, Carl Philipp Emanuel Bach. Schayegh spielte die Sonate auf einer Barockgeige aus der Werkstatt von Martin Kuhn, Geigenbauer und Organisator der Rathauskonzerte. Das Stück begann mit leichtem Allegro und führte dann zum langsamen, melodiös ansprechenden Mittelteil. Wie alle folgenden Stücke des Konzertes steigerte sich die Komposition zum Schluss zum heiteren Allegro. Wie ein Gebirgsbach sprudelte dabei die fröhliche Musik aus den Instrumenten. Ein Höhepunkt war die Fantasia von Sohn Bach. «Dieses Stück schrieb er am Ende seines Lebens», sagte Schayegh. Es sinke in tiefste Melancholie ab und löste sich zum Schluss in heiterem Spiel auf, erklärte sie.

Spannend war der direkte Vergleich der Kompositionen des Vaters und des Sohns. Der Vater liess, besonders deutlich beim Allegro, die Violine in einen fugenartigen Dialog mit dem Cembalo treten. Sie spielte die Leitmelodie, das Cembalo übernahm zeitversetzt, während die Violine die Melodie fortsetzte. Manchmal führte auch das Cembalo und die Geige folgte. Demgegenüber setzt der Sohn die Instrumente meistens als Duett ein, in harmonischer Zweistimmigkeit.

Kennengelernt haben sich die beiden Ausnahmemusiker Schayegh und Halubek während ihres Studiums. Sie treten seit über zehn Jahren gemeinsam auf. Ihre Aufnahmen der Sonaten von ­Vater und Sohn erhielten überschwängliche Kritiken und wurden in England, Deutschland und Frankreich mit Preisen ausgezeichnet. Leila Schayegh studierte Violine an der Musikhochschule Basel. Jörg Halubek studierte Cembalo und Orgel in Stuttgart und Freiburg.

Dieter Ritter

unterseerhein

@thurgauerzeitung.ch

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