Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

DIESSENHOFEN: Ein zünftiges Jubiläum

Die Zunft zum Grimmen Löwen besteht seit dem Jahr 1418 und feiert in diesem Jahr Jubiläum. Hierfür hat Zunftschreiber Hermann Sieber ein Buch zur Geschichte der Vereinigung verfasst.
Rahel Haag
Zunftschreiber Hermann Sieber und Zunftmeister Willi Itel mit dem Buch zur «Geschichte der Zunft zum Grimmen Löwen». (Bild: Andrea Stalder)

Zunftschreiber Hermann Sieber und Zunftmeister Willi Itel mit dem Buch zur «Geschichte der Zunft zum Grimmen Löwen». (Bild: Andrea Stalder)

Rahel Haag

rahel.haag

@thurgauerzeitung.ch

Es gibt aus dem Mittelalter nur eine Zunft im ganzen Thurgau. Die Zunft zum Grimmen Löwen in Diessenhofen. Und die feiert in diesem Jahr grosses Jubiläum. Seit 600 Jahren gibt es sie bereits.

Zunftschreiber Hermann Sieber blättert im 167 Seiten starken Buch. Anfang Jahr wurden 200 Exemplare gedruckt. «Das sollte für die nächsten zehn Jahre reichen», schätzt Sieber. Schon die Idee zum Buch stammt vom 74-Jährigen. Bereits 2008 habe er zu seinen Zunftskollegen gesagt: «Denkt daran, in zehn Jahren ist unser Jubiläum.» Als Zunftschreiber habe er vorgeschlagen, ein Buch zur Geschichte der Zunft zu schreiben. «Leichtsinnigerweise», sagt Sieber heute und schmunzelt.

Zahlreiche Archive für das Buch durchstöbert

Im Buch mit dem schlichten Titel «Geschichte der Zunft zum Grimmen Löwen Diessenhofen» stecken «Tausende von Stunden Arbeit», wie Sieber im Vorwort schreibt. Es sei aber eine «glatte» Arbeit gewesen, sagt er und lächelt. Zudem habe er Zeit gehabt. Er begann das Projekt, kurz nachdem er pensioniert worden war. Während der Entstehung des Buchs habe er zahlreiche Archive durchstöbert. Unter anderem das Zunftsarchiv. Doch auch dem Archiv der Stadt Diessenhofen, der Bürgergemeinde und dem Staatsarchiv des Kantons Thurgau habe er regelmässigen Besuch abgestattet.

Den Moment, als er das Buch abholen konnte, vergleicht Sieber mit einem Weihnachtsfest: Man freue sich lange auf ein bestimmtes Geschenk und wenn man es endlich in den Händen halte, sei die Freude gross, «doch die Vorfreude ist und bleibt die schönste Freude.» Mit ihm am Esstisch sitzt Zunftmeister Willi Itel. «Das schönste für mich ist, dass ein Zunftsmitglied das Buch geschrieben hat», sagt er.

Derzeit zählt die Zunft 55 Mitglieder. Nachwuchs hätten sie genügend, sagt Itel. «Man wird aber nicht einfach so aufgenommen», fügt er an. Neue Mitglieder müssten von einem «Götti», sprich einem Zünfter, vorgeschlagen werden. Danach folgt «ein hartes Probejahr». In dieser Zeit gehe es darum, dass das potenzielle Mitglied an den Veranstaltungen teilnehme und Interesse zeige. Wer dies nicht tue, habe keine Chance. «Wir wollen Mitglieder, die sich engagieren.» Auch nach 600 Jahren lebe die Zunft noch, sagt Itel nicht ohne Stolz. Pro Jahr gebe es rund acht Veranstaltungen. Familienanlässe, wie auch Referate von namhaften Persönlichkeiten. Das Ziel sei, dass man sich jeden Monat treffe, «mindestens, um zu plaudern», sagt Itel. Doch Sieber widerspricht mit einem Augenzwinkern: «Um die Welt zu verbessern.»

Der Inhalt bleibt bis zur Vernissage geheim

Mit dem Buch ist nun ein Meilenstein gesetzt – und die Arbeit soll fortgeführt werden. «Wir wollen es alle zehn Jahre aktualisieren», sagt Hermann Sieber. Immer wieder blättert er in seinem Exemplar und erzählt Geschichten, auf die er während seiner Recherche gestossen ist. Zu viel will er aber nicht verraten. Immerhin soll der Inhalt noch bis zur Vernissage am 10. Februar geheim bleiben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.